So wählte Graz

Graz hat entschieden: Bei der Gemeinderatswahl 2026 bleibt die KPÖ klar stärkste Kraft. Nach Auszählung der Briefwahlstimmen kam die Partei auf 35,7 Prozent und hält damit 18 Mandate im Gemeinderat. Außerdem stellt sie künftig drei Mitglieder im Stadtsenat.

Auf Platz zwei liegt die ÖVP mit 25,3 Prozent. Sie erreicht 13 Mandate und bekommt zwei Sitze in der Stadtregierung. Dahinter folgen die Grünen mit 14,9 Prozent, sieben Mandaten und einem Stadtsenatssitz. Die FPÖ kommt auf 12,0 Prozent, sechs Mandate und ebenfalls einen Sitz im Stadtsenat.

Für die SPÖ endete die Wahl mit 5,6 Prozent und zwei Mandaten. Die NEOS erreichten 4,9 Prozent und bleiben ebenfalls mit zwei Mandaten im Gemeinderat vertreten. Alle weiteren Listen schafften den Einzug nicht.

Das vollständige Wahlergebnis der Grazer Gemeinderatswahl 2026 zeigt, wie stark sich die Parteien in Graz künftig im Gemeinderat positionieren.

Wahlbeteiligung blieb niedrig

Die Wahlbeteiligung lag bei der Gemeinderatswahl bei 54,17 Prozent. Bereits am Wahlabend hatte sich eine sehr schwache Beteiligung abgezeichnet. Vor der Auszählung der letzten Briefwahlstimmen lag der Wert noch bei 51,82 Prozent.

Gewählt wurden am Sonntag, 28. Juni 2026, nicht nur der Gemeinderat. Die Grazerinnen und Grazer stimmten auch über die Bezirksvertretungen ab. Nicht-EU-Bürgerinnen und Nicht-EU-Bürger wählten zudem den Migrant:innenbeirat.

Was das Ergebnis bedeutet

Die Kräfteverhältnisse im Grazer Gemeinderat bleiben damit klar zugunsten der KPÖ verschoben. Sie geht erneut als stärkste Partei aus der Wahl hervor und hat auch im Stadtsenat die meisten Sitze. Dennoch verteilt Graz die Stadtregierung nach dem Proporzsystem. Deshalb ziehen neben der KPÖ auch ÖVP, Grüne und FPÖ in den Stadtsenat ein.

Für die kommenden Jahre wird entscheidend, welche politischen Mehrheiten sich im Gemeinderat bilden. Denn während die Stadtsenatssitze automatisch nach Stärkeverhältnis vergeben werden, braucht es für Beschlüsse weiterhin Mehrheiten im Gemeinderat.

Migrant:innenbeirat: SOG vorne

Bei der Wahl des Migrant:innenbeirats lag die Liste Stimme(n) ohne Grenzen mit 465 gültigen Stimmen vorne und erhielt drei Mandate. Die Internationale Liste für soziale Gerechtigkeit kam auf 388 gültige Stimmen und zwei Mandate.

Je ein Mandat erreichten die Afrikanische Liste für die Rechte der Migrant:innen, Bildung, Respekt & Chancen, die Demokratische Liste der KurdInnen und Für eine gute Zukunft. Die Wahlbeteiligung lag hier bei 5,07 Prozent. Wahlberechtigt waren etwas mehr als 40.000 Personen.

Quelle: Stadt Graz

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