Die Stadt Graz hat am 11. Mai eine vertiefte Machbarkeitsstudie zur Modernisierung des Stadions Liebenau veröffentlicht. Diese Studie legt den Grundstein für eine mögliche zukünftige Nutzung des Stadions für internationale Fußballveranstaltungen und weist darauf hin, dass im vorgegebenen Kostenrahmen von 60 bis 70 Millionen Euro etwa 20.100 Zuschauerplätze realisiert werden können.
Die Studie wurde mit den Fußballvereinen SK Sturm und GAK 1902 abgestimmt und zeigt, dass trotz bestehender sportlicher Budgetvorgaben viele Anforderungen des modernen Profifußballs erfüllt werden können. Internationale Spiele sollen weiterhin möglich sein, die Infrastruktur soll einer Verbesserung unterzogen werden und die Hospitality-Angebote sollen erweitert werden.
Laut Bürgermeisterin Elke Kahr wurde das schlichte Umbaukonzept vorbereitet und es wird ein Grundsatzbeschluss im Gemeinderat angestrebt. Ein funktionierendes Betriebskonzept und die Unterstützung des Landes seien nun erforderlich.
Vizebürgermeisterin Judith Schwentner stellte fest, dass die Stadt bereit sei, einen Beitrag zur Modernisierung zu leisten und dass es wichtig sei, alle Beteiligten in den Prozess einzubeziehen, um eine tragfähige Lösung zu finden.
Die SPÖ-Vorsitzende Doris Kampus betonte die Notwendigkeit einer umfassenden Modernisierung des Stadions und forderte das Land und den Landeshauptmann auf, aktiv zu werden, um die entsprechenden Schritte für die Sportinfrastruktur in Graz einzuleiten.
Stadtbaudirektor Bertram Werle unterstrich die Möglichkeit eines „Neustarts“ für das Stadion nach fast 30 Jahren und hob die Zusammenarbeit mit den beteiligten Fachleuten hervor.
