Am 1. Mai 2026, gegen 23:30 Uhr, entdeckten Beamte der Polizeiinspektion Groß-Enzersdorf auf der B3 im Ortsgebiet von Groß-Enzersdorf, Bezirk Gänserndorf, ein Fahrzeug, dessen Kennzeichenbeleuchtung defekt war und das stark rauchte. Die Polizisten stellten das Auto an einer Kreuzung mit eingeschaltetem Blaulicht an und forderten den Fahrer auf, eine Lenker- und Fahrzeugkontrolle durchzuführen, was dieser zunächst bejahte.
Plötzlich beschleunigte der Fahrer jedoch stark, driftete mit dem Fahrzeug und wendete es um 180 Grad, ehe er sich in Richtung Wien entfernte. Bei der Nachfahrt auf der Eßlinger Hauptstraße in 1220 Wien erreichte das Fahrzeug Geschwindigkeiten von bis zu 145 km/h, während die zulässige Höchstgeschwindigkeit bei 50 km/h lag. Der Fahrer missachtete diverse Verkehrsregeln, überholte an unübersichtlichen Stellen und nötigte entgegenkommende Verkehrsteilnehmer zum Ausweichen. Zudem schaltete er die gesamte Fahrzeugbeleuchtung ab, was eine erhebliche Gefährdung für einen Fußgänger darstellte, der einen Schutzweg überqueren wollte, sowie für mehrere Personen an einer Bushaltestelle.
Aufgrund der überhöhten Geschwindigkeit verlor die Polizei im 22. Wiener Gemeindebezirk den Sichtkontakt zum Fahrzeug.
Die Beamten konnten den Zulassungsbesitzer und Fahrer des Pkw, einen 25-jährigen Mann aus 1210 Wien, ermitteln, der keine gültige Lenkberechtigung besaß. Er wird der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde sowie der Staatsanwaltschaft angezeigt, und es wird eine mögliche Beschlagnahme des Fahrzeugs geprüft.
