Am 30. April 2026 um 21:45 Uhr wurde die Polizei aufgrund eines vermuteten Einbruchsdiebstahls im 20. Bezirk von Wien alarmiert. Ein Zeuge hatte mehrere Personen mit Taschenlampen in einem leerstehenden Bürogebäude beobachtet. Als die Beamten des Stadtpolizeikommandos Brigittenau am Vorfallsort eintrafen, verließen plötzlich drei junge Männer das Gebäude durch eine Notausgangstür und flüchteten in stadteinwärts. Die Polizisten nahmen die Verfolgung zu Fuß auf und forderten die Flüchtenden wiederholt auf, stehen zu bleiben. Trotz einer Schreckschussabgabe eines Beamten setzten die Verdächtigen ihre Flucht fort, wobei niemand verletzt oder beschädigt wurde.
Die Einsatzkräfte konnten die drei Tatverdächtigen kurz darauf einholen und anhalten. Es handelte sich um einen 18-Jährigen (Staatsangehörigkeit: ungeklärt), einen 19-Jährigen (Staatsangehörigkeit: Türkei) und einen 21-Jährigen (Staatsangehörigkeit: Russische Föderation), die vorläufig festgenommen wurden. Bei einer Durchsuchung der Verdächtigen wurde kein Diebesgut gefunden. Auch die anschließende Durchsuchung des Bürogebäudes durch Beamte der Polizeidiensthundeeinheit und der Bereitschaftseinheit Wien ergab keine weiteren Verdächtigen.
Im Rahmen der Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Tatverdächtigen durch ein im Erdgeschoss eingeschlagenes Fenster in das Gebäude gelangt waren. Der 18-Jährige hatte sich dabei Schnittverletzungen an der rechten Hand zugezogen, die von einem Rettungsdienst notfallmedizinisch behandelt wurden. Das beschädigte Fenster wurde von der Berufsfeuerwehr Wien versiegelt.
Die drei Männer wurden wegen des Verdachts des versuchten Einbruchsdiebstahls angezeigt und befinden sich in polizeilichem Gewahrsam. Die Ermittlungen wurden vom Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Zentrum/Ost, übernommen.
