Steiermark – Das Landeskriminalamt Steiermark hat in letzter Zeit einen Anstieg von Betrugsversuchen durch sogenannte „Telefontricks“ festgestellt, bei denen es darum geht, Geld oder Wertgegenstände von Opfern zu erlangen. Insbesondere ältere Menschen sind häufig Ziel solcher betrügerischer Anrufe. Aktuell werden verschiedene Maschen beobachtet:
- Anrufe von vermeintlichen Polizeibeamten, die behaupten, dass ein Einbruch oder Raub stattgefunden hat. Sie würden angeblich einen Zettel mit dem Namen des Opfers in ihrem Besitz haben und es seien weitere Täter auf der Flucht.
- Der Kautionstrick oder Schockanruf, bei dem nach einem angeblichen Verkehrsunfall eine Kaution zu bezahlen sei, andernfalls würde ein Angehöriger verhaftet werden.
- Der Medizintrick, bei dem ein falscher Arzt anruft und Geld für die Heilbehandlung eines nahen Angehörigen fordert.
Gemeinsam haben all diese Betrugsversuche, dass die Beute in der Regel von Abholern direkt beim Opfer abgeholt wird, sofern dieses auf den Betrug eingeht.
Tipps zur Kriminalprävention:
- Die Polizei wird Sie niemals anrufen und Geld von Ihnen verlangen, sich nach Ihrem Vermögen erkundigen oder Ihr Vermögen sicherstellen wollen.
- Die Polizei kommt auch nicht zu Ihnen nach Hause, um Ihr Vermögen mitzunehmen.
- Geben Sie keine Informationen über Ihr Vermögen preis.
- Wenn eine vermeintliche Autoritätsperson Verschwiegenheit verlangt, ist dies ein deutliches Warnsignal.
- Bei Schockanrufen ist es sehr wahrscheinlich, dass nichts Schlimmes passiert ist. Im Ernstfall kommen echte Polizisten in Uniform persönlich zu Ihnen.
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen; erfinden Sie eine Ausrede und legen Sie auf, wenn Sie sich unsicher fühlen.
- Lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung.
- Fordern Sie von angeblichen Polizeibeamten einen Dienstausweis.
- Übergeben Sie niemals Geld, Gold oder Schmuck an Unbekannte.
- Im Zweifelsfall sprechen Sie mit den angeblich betroffenen Personen oder vertrauen Sie sich einer nahestehenden Person an.
- Wenn Sie dennoch Geld abheben möchten, sprechen Sie mit einem Bankmitarbeiter und erklären Sie die Situation. Nehmen Sie die Hinweise und Bedenken der Bank ernst.
- Geben Sie niemals Ihre Bankdaten am Telefon preis.
- Rufen Sie die Polizei unter der Nummer 133 an, um den Vorfall zu melden und zu überprüfen, ob die Informationen zutreffen.
Führen Sie Gespräche mit älteren Personen in Ihrer Gemeinde oder Nachbarschaft über dieses Thema, um das Bewusstsein für solche Betrugsversuche zu erhöhen.
