Am 1. Oktober 2026, um 15:15 Uhr, wurde die Polizeiinspektion Tulln zu einem Fahrzeugbrand auf der B 19 in Tulln gerufen. Vor Ort waren bereits Beamte der Autobahnpolizeiinspektion Stockerau. Die Löscharbeiten wurden von der Freiwilligen Feuerwehr Tulln übernommen. Der Fahrer des betroffenen Fahrzeugs wurde vom Rettungsdienst betreut, erlitt jedoch keine Verletzungen. Als wahrscheinliche Brandursache wird ein technischer Defekt vermutet.
Der 44-jährige russische Fahrzeuglenker erklärte in einem Gespräch mit den Beamten, dass er auf der S 5 in Richtung St. Pölten unterwegs war. Nachdem Rauch aus dem Motorraum aufstieg, verließ er die Autobahn an der Ausfahrt Tulln. An dieser Stelle trat bereits Feuer aus dem Fahrzeug aus, weshalb er das Auto in einer Feldzufahrt neben der B 19 abstellte und mit Hilfe von Ersthelfern versuchte, den Brand zu löschen.
Während der Befragung der Polizeibeamten wurde ein starker Alkoholgeruch festgestellt. Ein durchgeführter Alkoholtest ergab ein positives Ergebnis. Weitere Ermittlungen zeigten, dass das Fahrzeug nicht für den Verkehr zugelassen war und die angebrachten Kennzeichentafeln zur Fahndung wegen Entfremdung ausgeschrieben waren. Die Entfremdung hatte in der Zeit vom 13. bis 14. Juli 2025 in Wien stattgefunden. Zudem besaß der 44-Jährige keine gültige Fahrerlaubnis. Die gestohlenen Kennzeichentafeln wurden sichergestellt, während der Verdächtige zu den Vorwürfen der Entfremdung keine Stellung nahm. Er wird der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde zur Anzeige gebracht.
