Am 1. Oktober 2026 kam es in Wels während einer routinemäßigen Schulwegsicherung zur Festnahme einer Frau, die international gesucht wurde. Die 35-Jährige, die im kontrollierten PKW saß, war aufgrund eines europäischen Haftbefehls wegen Menschenhandels in Frankreich zur Fahndung ausgeschrieben.
Eine Polizeistreife führte um 8:05 Uhr Kontrollen in der Schulstraße durch. Während der Kontrolle fiel den Beamten ein schwarzer PKW mit französischem Kennzeichen auf, der auf der Salzburger Straße in Richtung Osten fuhr. Nach einer kurzen Nachfahrt wurde das Fahrzeug gestoppt und einer Kontrolle unterzogen. Im PKW befanden sich insgesamt sechs Personen: der 33-jährige Fahrer, der 21-jährige Beifahrer sowie zwei minderjährige Kinder im Alter von vier und acht Jahren und zwei weitere Insassen, ein zwölfjähriges Mädchen und die 35-jährige Frau. Die beiden Kinder waren nicht angegurtet und hatten keine geeignete Kindersicherung.
Die technische Überprüfung des Fahrzeugs ergab keine Beanstandungen. Bei der anschließenden Kontrolle der Insassen führte eine Abfrage im Schengener Informationssystem zu zwei Treffern. Für den 33-jährigen Fahrer wurde eine Meldung an das zuständige SIRENE-Büro geschickt. Bei der 35-jährigen Frau wurde ein europäischer Haftbefehl wegen Menschenhandels festgestellt, woraufhin sie festgenommen und zur Polizeiinspektion Dragonerstraße gebracht wurde. Eine weitere Überprüfung der anderen Insassen durch das LKA Oberösterreich ergab keine Auffälligkeiten.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wels wurde die 35-Jährige in die Justizanstalt Wels überstellt. Zudem wurden vom Fahrer wegen verschiedener Verwaltungsübertretungen mehrere Sicherheitsleistungen und ein Organmandat erhoben.
