Am 19. Juni 2026 um 11:00 Uhr meldete ein Mitarbeiter einer Bankfiliale im Bezirk Währing die Situation an den Polizeinotruf. Eine 90-jährige Frau wollte einen Betrag von 9.750 Euro abheben, konnte jedoch die Verwendung des Geldes nicht überzeugend erläutern. Der Bankmitarbeiter äußerte den Verdacht, dass die Frau Opfer eines Trickbetrugs geworden sein könnte.
Im Rahmen der Ermittlungen stellte sich heraus, dass die 90-Jährige zuvor einen Anruf erhalten hatte. Ihr war geraten worden, verschiedene Bankfilialen aufzusuchen und jeweils 9.750 Euro abzuheben, um das Geld in einem Umschlag an einen vor der Bank wartenden Mann zu übergeben. Eine andere Bankfiliale im Bezirk Döbling hatte die Frau bereits besucht, wo sie das Geld übergab.
Dank des umsichtigem und professionellen Eingreifens von Beamten der Polizeiinspektion Krottenbachstraße konnte ein verdächtiger Mann in der Nähe der Bank angehalten werden. Dieser hatte versucht, sich hastig von dem Ort zu entfernen und konnte keine schlüssigen Aussagen zu seinem Verweilen machen.
Der Tatverdächtige, ein 37-jähriger serbischer Staatsangehöriger, wurde auf Anordnung der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft festgenommen. Das Bargeld wurde sichergestellt und der 90-Jährigen zurückgegeben. Der Verdächtige verweigerte die Aussage und befindet sich in Haft.
Trickbetrug stellt eine kontinuierliche Bedrohung für ältere Menschen dar, da ihnen am Telefon beispielsweise vorgegaukelt wird, sie seien potenzielle Opfer von Einbrechern oder es sei etwas Schlimmes mit Angehörigen passiert.
Die Polizei gibt daher folgende Tipps zur Prävention:
– Die Polizei oder andere Institutionen verlangen keine Wertgegenstände zur Verwahrung.
– Verdächtige Telefonate sollten beendet und der Notruf 133 gewählt werden.
Zusätzliche Informationen und Präventionstipps können von der Kriminalprävention des Landeskriminalamtes Wien unter der Telefonnummer 0800-216-346 oder per E-Mail an lpd-w-lka-ab-kriminalpraevention@polizei.gv.at angefordert werden.
