Im Mai 2023 erstattete der Inhaber einer Immobilienfirma in Salzburg Anzeige wegen Betrugs. Unbekannte Täter hatten eine Rechnung manipuliert, indem sie die ursprüngliche IBAN durch eine andere IBAN ersetzten. Infolgedessen überwies die Buchhaltung des Unternehmens am 23. April 2023 einen Betrag von 58.200 Euro an das gefälschte Konto. Durch intensive Ermittlungen konnte die 21-jährige Inhaberin des Empfängerkontos ermittelt werden. In Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Wien wurde der betrügerisch erlangte Geldbetrag vollständig sichergestellt und anschließend an das betroffene Unternehmen zurücküberwiesen.
Im Juli 2023 erstattete eine Wohnbaugesellschaft aus der Stadt Salzburg Anzeige bei der Polizei. Das Unternehmen hatte eine Rechnung für erbrachte Leistungen erhalten, die die Anweisung enthielt, eine neue Bankverbindung zu verwenden. Zudem wurde behauptet, dass diese Änderung bereits zuvor mitgeteilt worden sei. Der offene Rechnungsbetrag von 228.420 Euro sollte auf das neue Konto überwiesen werden. Die Buchhaltung erkannte jedoch den Betrugsversuch rechtzeitig und führte die Überweisung nicht durch, da keine vorherige Mitteilung über eine geänderte Bankverbindung erfolgt war und das angegebene Konto nicht der beauftragten Firma zugeordnet werden konnte. Im Rahmen der Ermittlungen und in Kooperation mit der deutschen Polizei konnte der 76-jährige Inhaber des Empfängerkontos identifiziert werden.
Die Ermittlungen gegen die bislang unbekannten Absender der betrügerischen E-Mail setzen sich fort.
