Vorfall in Großebersdorf, Bezirk Mistelbach – Raubüberfall
Am 2. April 2026, gegen 07:00 Uhr, wurden drei unbekannte Täter aktiv, indem sie ein Fenster gewaltsam aufbrachen und in ein Wohnhaus in Großebersdorf, Bezirk Mistelbach, eindrangen. Dort trafen sie auf einen 14-jährigen Bewohner, den sie mit einem Pfefferspray, einem Schlagringmesser und offenbar einer Faustfeuerwaffe bedrohten.
Während sie den Wohnbereich nach Wertgegenständen durchsuchten, wurde der Jugendliche mit den Waffen bedroht und erlitt auch körperliche Gewalt. Die Täter entwendeten Bargeld, Uhren und Schmuck und flüchteten anschließend in unbekannte Richtung. Der Überfallene konnte nach dem Vorfall seine Mutter kontaktieren, die umgehend die Polizei informierte.
Eine sofortige Fahndung führte zur Festnahme von drei Tatverdächtigen – einem 17-jährigen Staatenlosen sowie zwei syrischen Staatsbürgern im Alter von 18 und 19 Jahren. Die Festnahmen erfolgten bei einer kurzen Verfolgung durch die Polizeiinspektionen Wolkersdorf und Gaweinstal. Bei den Personenkontrollen wurden Teile der Raubbeute sowie Werkzeuge, die bei der Tat verwendet wurden, sichergestellt. Die Faustfeuerwaffe konnte zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht gefunden werden.
Das Landeskriminalamt Niederösterreich, insbesondere der Ermittlungsbereich Raub sowie die Tatortgruppe, übernahmen die weiteren Ermittlungen. Bei den Einvernahmen gaben alle drei Beschuldigten an, an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Sie wurden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien in die Justizanstalten Josefstadt und Simmering verbracht. Der 14-jährige Überfallene erlitt leichte Verletzungen durch die Gewaltanwendung und steht unter Schock.
Die Untersuchungen zu weiteren möglichen Straftaten und dem Verbleib der Faustfeuerwaffe sind weiterhin im Gange.
Am 21. Mai 2026 wurde ein 15-jähriger Beschuldigter aus dem Bezirk Mistelbach ermittelt und in den Mittagsstunden festgenommen. Er bestritt bei seiner Einvernahme jegliche Beteiligung an der Straftat und wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien in die Justizanstalt Wien-Simmering eingeliefert. Zudem konnte der Verbleib der verwendeten Schreckschusswaffe geklärt werden; diese wurde entlang des Fluchtweges sichergestellt.
