405 der insgesamt 900 Parkscheinautomaten in Graz wurden bereits 2017/18 ausgetauscht, nun folgt die zweite Tranche mit 275 smarten Geräten, die dem letzten Stand der Technik entsprechen. Kostenpunkt der vom Parkgebührenreferat des Straßenamtes organisierten Anschaffung: Gut 2 Mio. Euro. Die nun getauschten Geräte stammen aus den Jahren 2004 bzw. 2007 – für sie läuft Ende des Jahres der Wartungsvertrag aus. Ersatzteile sind nicht mehr lieferbar und sämtliche Lagerbestandteile aufgebraucht.

Mit der Neuinstallation sind nun 680 der insgesamt 900 Parkscheinautomaten in den Blauen und Grünen Zonen mit modernen Zahlungsmodulen ausgestattet, was bisher nur in der Innenstadt bzw. an zentralen Plätzen wie am Hauptbahnhof der Fall war.  Diese 680 Parkscheinautomaten haben ab sofort die Möglichkeit neben der traditionellen Münzbezahlung auch bargeld- und kontaktlos den Parkschein zu lösen. Entweder per Kredit- oder Bankomatkarte in dem dafür vorgesehenen Modul oder per NFC-Funktion am entsprechenden Fenster. Haben Smartphones die sogenannte NFC-Funktion aktiviert, können auch diese zum Bezahlen herangezogen werden. „Verständlicherweise sind viele Parkkunden unzufrieden, wenn sie Kleingeld bereithalten müssen. Mit den neuen Zahlungsmöglichkeiten setzen wir einen weiteren Beitrag zu einem verbesserten Service “, erklärt Referatsleiter Dr. Gottfried Pobatschnig.

Gut die Hälfte der neu angeschafften Parkscheinautomaten werden solarbetrieben sein, der Rest hängt am Stromnetz

Vor über zwei Jahrzehnten wurden die ersten Parkscheinautomaten der Fa. Gesig in Graz aufgestellt. Diese Firma setzte sich schon 2017 bei einer europaweiten Ausschreibung eines Rahmenvertrages für die Lieferung einschließlich den Betrieb und die Wartung durch und liefert daher auch diese Geräte.

„Wir bewirtschaften heute fast 26.000 Zonenparkplätze, ein Fünftel mehr als 2007. Die Auslastung liegt bei 64 bzw. 47 Prozent, bei leicht sinkender Tendenz“, zieht Stadträtin Elke Kahr Bilanz und betont dabei die Bedeutung der Parkraumbewirtschaftung. „Wichtig ist, dass trotz immer knapper werdender Flächen für Personen mit körperlichen Einschränkungen vorgesorgt wird, konkret mit rund 520 eigens reservierten Behinderten-Stellplätzen in den Zonen.“

„Parkplatzfinder“ für Handyparker

Zusätzlich zur Barzahlung und der Bezahlung mit Kredit- oder Bankomatkarte gibt es die Möglichkeit des Handyparkens. Kooperationspartner „Easypark“ bietet nun auch in Graz den „Parkplatzfinder“ an: Die Zieladresse wird eingegeben, über eine App erfolgt ein automatisches Routing sowie die Information darüber, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, in dem angesteuerten Bereich einen Parkplatz zu finden.