Am 16. September 2026 um 12:30 Uhr ereignete sich in Wien-Floridsdorf ein Vorfall, bei dem ein 29-jähriger Mann zur Herausgabe von Bargeld unter Androhung von Gewalt aufgefordert wurde. Nach ersten Ermittlungen versuchte das Opfer, im Beisein eines bislang unbekannten Täters, an einem Geldautomaten Bargeld abzuheben, was jedoch misslang. Der Verdächtige und das Opfer begaben sich daraufhin zu einer weiteren Bankfiliale in Floridsdorf, wo ein weiterer Versuch der Bargeldbehebung ebenfalls erfolglos blieb. In der Folge soll der Unbekannte das Opfer mit einem Schlag ins Gesicht verletzt haben.
Das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Nord, Zuständigkeitsbereich Raub, übernahm die Ermittlungen. Diese führten zur Identifizierung eines 30-jährigen Tatverdächtigen, dessen Staatsangehörigkeit russisch ist. Während einer weiteren Vernehmung des Opfers, da einige Angaben zum Tathergang als unglaubwürdig erschienen, gab der 29-Jährige zu Protokoll, dass er den Unbekannten bereits im Dezember 2025 über eine Social-Media-Plattform kennengelernt habe, dessen vollständigen Namen jedoch nicht kannte. Am Tag des Vorfalls trafen sich die beiden, wobei der 29-Jährige angab, am Ende des Treffens von dem 30-Jährigen bedroht und genötigt worden zu sein, Geld zu beheben, was schließlich zu der körperlichen Verletzung führte.
Der Tatverdächtige konnte am 3. November 2026 an der Wohnadresse seiner Mutter aufgrund eines Festnahmeantrags der Staatsanwaltschaft Wien vorläufig festgenommen werden. Er verweigerte die Aussage und wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in eine Justizanstalt gebracht.
