Am 2. November 2026 um 03:00 Uhr wurde die Polizei zu einem Vorfall an der Heiligenstädter Lände im 19. Bezirk gerufen. Ein Zeuge hatte die Beamten informiert, dass mehrere Personen unrechtmäßig Zutritt zum Bahnhofsgelände erlangt und mehrere Züge besprüht hatten.
Bei ihrem Eintreffen bemerkten die Polizeibeamten mehrere Personen, die über einen Absperrzaun in Richtung Heiligenstädter Straße kletterten. Zwei männliche Tatverdächtige konnten noch vor Ort festgehalten und festgenommen werden. Während der Festnahme leisteten die beiden Männer Widerstand, indem sie versuchten, sich mit Tritten und Schlägen zu entziehen. Einer der Verdächtigen warf zudem ein mobiles Baustellengitter in Richtung der Beamten und versuchte während der Amtshandlung, in seine Jackentasche zu greifen. Bei der anschließenden Personendurchsuchung wurde bei ihm ein Pfefferspray aufgefunden. Darüber hinaus stellten die Beamten eine Videokamera, diverse Aufkleber, eine Sturmhaube, einen Schal, Mobiltelefone, Handschuhe sowie einen mutmaßlichen „Haschisch-Würfel“ in einer Plastiktüte sicher.
Drei weitere Personen flohen über die Bahngleise in Richtung Rampengasse. Um sie zu stoppen, gaben die Beamten zwei Schreckschüsse ab, was jedoch nicht erfolgreich war, und die Flüchtenden entkamen. Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb bislang ohne Erfolg.
Am Einsatzort entdeckten die Beamten insgesamt 15 Spraydosen sowie eine Hose und eine Jacke und sicherten diese. An den zuvor sichergestellten Handschuhen wurden frische Lackspuren festgestellt. Bei den beiden festgenommenen Tatverdächtigen handelt es sich um einen 17-Jährigen mit Staatsangehörigkeit Schweiz und einen 19-Jährigen mit Staatsangehörigkeit Deutschland. Beide wurden vorläufig festgenommen, und weitere Ermittlungen sind im Gange.
