Am 22. September 2026 führten Mitarbeiter der Landesverkehrsabteilung Niederösterreich, Bereich Kraftfahrwesen und Güterverkehr, zusammen mit Sachverständigen des Amtes der NÖ Landesregierung technische Kontrollen an land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen im Bezirk Lilienfeld durch. Bei diesem Einsatz wurden 21 Fahrzeuge einer technischen Kontrolle unterzogen. Bei 17 von ihnen wurden insgesamt 52 erhebliche technische Mängel sowie neun Mängel, die als „Gefahr im Verzug“ eingestuft wurden, festgestellt. In sechs Fällen war der Zustand der Fahrzeuge derart besorgniserregend, dass den Fahrern die Weiterfahrt untersagt wurde.
Besondere technische Mängel traten bei zwei Fahrzeugen besonders deutlich zutage:
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Landwirtschaftlicher Kraftwagenzug mit Tiertransport: Bei einem Gespann, bestehend aus einer Zugmaschine und einem nicht zum Verkehr zugelassenen landwirtschaftlichen Anhänger, wurden mehrere technische Mängel mit „Gefahr im Verzug“ festgestellt. Der Anhänger, als Tiertransportanhänger ausgeführt, beförderte sechs Milchkühe und war mit einer Druckluftbremse ausgestattet, die jedoch nicht funktionierte. An allen vier Rädern wies das Fahrzeug keinerlei Bremswirkung auf. Zudem war einer der Reifen stark beschädigt, sodass das Stahlgewebe sichtbar war, und Roststellen indizierten einen länger bestehenden Mangel. Auch das Gehäuse der hinteren Beleuchtungseinrichtung war gebrochen. Die Weiterfahrt mit diesem Anhänger wurde sofort untersagt, und der Abtransport der Tiere wurde durch einen nahegelegenen Viehhändler organisiert.
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Landwirtschaftlicher Kraftwagenzug mit Schotterladung: Ein weiteres landwirtschaftliches Gespann, bestehend aus einer Zugmaschine und einem nicht zum Verkehr zugelassenen Anhänger, wurde kurz darauf kontrolliert, wobei auf dem Anhänger mehrere Tonnen Schotter geladen waren. Auch hier wurden Mängel mit „Gefahr im Verzug“ festgestellt. Ein Reifen war so stark beschädigt, dass das Stahlgewebe sichtbar war. An der hinteren Achse bestanden erhebliche Mängel an der Aufhängung: Der Stabilisator war beidseitig abgerissen, und die abgerissene Stabilisatorlagerung war provisorisch mit einer Schnur gesichert. Auch an diesem Fahrzeug hatte sich an den Bruchstellen bereits Rost gebildet. Das Gehäuse der linken hinteren Beleuchtungseinrichtung war ebenfalls beschädigt. Folglich wurde die Weiterfahrt auch hier unmittelbar untersagt.
Zusätzlich wurden während dieser Schwerpunktaktion 15 Anzeigen wegen weiterer Verwaltungsübertretungen im Zusammenhang mit Gefahrgut, Ladungssicherung und Güterbeförderung erstattet, und vier Sicherheitsleistungen in einem vierstelligen Eurobetrag wurden eingehoben. Alle Fahrer oder Zulassungsbesitzer der beanstandeten Fahrzeuge werden der Bezirkshauptmannschaft Lilienfeld angezeigt.
