Am 28. Juli 2026, um 15:49 Uhr, ereignete sich ein bewaffneter Raubüberfall in einer Trafik in Krems an der Donau. Ein bislang unbekannter Täter, maskiert mit einer Sonnenbrille, einer Kappe und einer FFP2-Maske, betrat den Laden und zog einen silbernen Revolver aus seiner Umhängetasche. Er bedrohte die allein anwesende Besitzerin und forderte die Herausgabe von Bargeld. Die Besitzerin übergab dem Täter einen mittleren dreistelligen Betrag, woraufhin er sie aufforderte, sich auf den Boden zu legen, und anschließend flüchtete. Obwohl die Besitzerin nicht direkt verletzt wurde, wurde sie durch die Bedrohung erheblich verängstigt.
Am 30. Juli 2026, um 18:54 Uhr, fand ein weiterer Überfall in einem Drogeriemarkt in Wien 11 statt. Ein maskierter Täter, ebenfalls mit Sonnenbrille und Kappe, entnahm zunächst eine Packung Kaugummi und täuschte ein Kaufinteresse vor. Plötzlich zog er einen silbernen Revolver aus seiner Hosentasche, richtete diesen auf eine Angestellte und forderte Bargeld. Nach Übergabe eines mittleren dreistelligen Betrags forderte er die Angestellte auf, ruhig zu bleiben, und flüchtete anschließend mit einem abgestellten Fahrrad.
Am 3. August 2026, um 18:57 Uhr, wurde ein Drogeriemarkt in Wien 3 Ziel eines ähnlichen Überfalls. Ein maskierter Täter entnahm eine Flasche Mineralwasser und zog dann einen silbernen Revolver, um die Angestellte zur Herausgabe von Bargeld zu zwingen. Auch in diesem Fall übergab die Angestellte einen mittleren dreistelligen Betrag, nachdem sie von der Bedrohung eingeschüchtert wurde. Der Täter forderte sie anschließend auf, einige Minuten zu warten, bevor sie den Alarm auslöst, und flüchtete mit einem Fahrrad.
Am 10. August 2026, um 18:12 Uhr, ereignete sich ein weiterer Überfall in einem Lebensmittelmarkt in Krems an der Donau. Der unbekannte Täter, maskiert mit Sonnenbrille und Kappe, entnahm zunächst ein Getränk aus den Regalen und täuschte auch hier ein Kaufinteresse vor. Während der Bezahlsituation zog er einen silbernen Revolver, bedrohte den Angestellten und forderte die Herausgabe eines mittleren vierstelligen Betrags. Der Angestellte, eingeschüchtert durch die Waffe, händigte ihm das Geld aus, bevor der Täter mit einem E-Scooter vom Tatort floh. Auch dieser Angestellte wurde nicht verletzt, erlitt jedoch einen Schock.
Die ersten Ermittlungen an den Tatorten wurden von der Polizeiinspektion Krems an der Donau sowie der Landespolizeidirektion Wien durchgeführt. Aufgrund der bestehenden Verbindung zwischen den Überfällen übernahm das Landeskriminalamt Niederösterreich am 10. August 2026 die weiteren Ermittlungen. Durch die Auswertung von Videoüberwachungsmaterial wurden eindeutige Zusammenhänge zwischen den Tathandlungen festgestellt.
Im Verlauf der Ermittlungen wurde ein Tatverdacht gegen einen 38-jährigen österreichischen Staatsbürger, wohnhaft in Krems an der Donau und einschlägig vorbestraft, begründet. Dieser wurde am 17. August 2026 im Stadtgebiet von Krems an der Donau von der Polizei gestoppt. Bei der Kontrolle konnten Hinweise festgestellt werden, die den Verdacht stärkten.
Im Zuge der Amtshandlung zeigte der 38-Jährige aufgrund gesundheitlicher Probleme Anzeichen und wurde von einem Notarzt ins Krankenhaus Krems an der Donau gebracht, wo er versuchte zu fliehen, indem er aus einem Fenster sprang. Er wurde jedoch von der Polizei aufgegriffen. Bei einer freiwilligen Durchsuchung seiner Wohnadresse wurden Teile der Tatkleidung, ein E-Scooter sowie mehrere Schreckschusspistolen sichergestellt.
Die Staatsanwaltschaft Krems ordnete die Festnahme des Beschuldigten sowie seine Einlieferung in die Justizanstalt Krems an. Der Beschuldigte zeigte sich während der Vernehmung nicht geständig.
