Am 06. Oktober 2026, gegen 13.30 Uhr, kontaktierte eine unbekannte Täterschaft eine 78-jährige Österreicherin über ihr Festnetztelefon. Im Gespräch gab man vor, dass ihr Enkelsohn in einen E-Scooterunfall verwickelt war, bei dem eine Frau ums Leben gekommen sei. Aus diesem Grund forderte man eine Geldzahlung sowie die Übergabe von Wertgegenständen.
Nach mehreren längeren Telefonaten sammelte die ältere Dame einen niedrigen vierstelligen Eurobetrag und Goldschmuck und vereinbarte einen Übergabetreffpunkt in der Nähe des Bezirksgerichts. Die Übergabe sollte in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Gerichtsgeschehen stehen. Das Treffen fand zwischen 15.15 und 15.30 Uhr in der Kurzparkzone gegenüber dem Bezirksgericht in der Georg Pirmoser-Straße statt. Während dieses Zeitraums hielt die 78-Jährige fortlaufenden telefonischen Kontakt mit der Täterschaft, während ein weiterer Komplize, der als Geldkurier fungierte, zu Fuß anwesend war.
Nach der Übergabe entfernte sich der Täter zu Fuß in Richtung Stadtberg. Als die Frau gegen 15.30 Uhr ihren Sohn kontaktierte, wurde der Betrug aufgedeckt und es wurde eine Anzeige erstattet. Eine umgehend eingeleitete Fahndung verlief bislang ohne Erfolg.
Die Polizei bittet mögliche Zeugen oder Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich bei der Polizeiinspektion Kufstein unter der Telefonnummer 059133-7210 zu melden. Die Täterbeschreibung lautet: Ein schmächtiger, schlanker Mann von 170 bis 175 cm Größe, südländischer Herkunft mit dunklen, kurzen Haaren und einem kleinen Oberlippenbart. Er trug einen beigen oder hellbraunen Steppanorak und dunkle Hose.
