Bruck-Mürzzuschlag | Bruck an der Mur. – Im März 2026 löste ein angeblicher Raubüberfall auf einen 25-Jährigen eine umfangreiche Fahndung der Polizei aus. Nach intensiven Ermittlungen stellte sich jedoch heraus, dass der geschilderte Überfall nicht stattgefunden hatte und die gesamte Tat fingiert war.
Am 19. März 2026 meldete der 25-Jährige aus dem Bezirk Bruck-Mürzzuschlag über den Notruf einen Zwischenfall. Er berichtete, dass er gegen Mittag auf einem Geh- und Radweg nahe des Hauptbahnhofs in Bruck von zwei unbekannten Männern überfallen worden sei. Dabei hätten die Täter versucht, seine Geldbörse zu stehlen, ihn mit einem Messer bedroht und verletzt. In der Folge leitete die Polizei eine großangelegte Fahndung mit etwa 30 Polizeistreifen ein. Auch Züge und wichtige Verkehrsknotenpunkte in der Umgebung wurden eingehend überprüft, jedoch blieb die Suche nach den angeblichen Tätern erfolglos.
Im Rahmen der weiteren Ermittlungen führten die Polizeibeamten umfassende Erhebungen und Auswertungen durch, die erhebliche Widersprüche zwischen den Aussagen des 25-Jährigen und den Ermittlungsergebnissen zutage förderten. Bei einer erneuten Befragung konfrontierten die Ermittler ihn mit diesen Unstimmigkeiten. Daraufhin gab er zu, den Überfall erfunden zu haben. Die Verletzungen, die er damals aufwies, seien ihm selbst mit einem zuvor erworbenen Küchenmesser zugefügt worden, so seine Aussage.
Der 25-Jährige zeigte sich zu den ihm nun vorgeworfenen Taten geständig. Er wird wegen des Verdachts der Vortäuschung einer strafbaren Handlung sowie der falschen Beweisaussage an die Staatsanwaltschaft angezeigt. Zudem wird die Verrechnung der entstandenen Einsatzkosten geprüft.
