Am 16. September 2026 um 08:15 Uhr wurde ein Mann im Bereich der Argentinierstraße in 1040 Wien, Wieden, mit einer Stichverletzung von der Berufsrettung Wien aufgefunden und in den Schockraum eines Krankenhauses transportiert. Die Verletzung war ernsthaft, jedoch nicht lebensbedrohlich, dank der schnellen notfallmedizinischen Maßnahmen. Am Auffindungsort konnten weder Zeugen noch Hinweise auf den eigentlichen Tatort entdeckt werden, weshalb die Ermittlungen von Kriminalbeamten des Landeskriminalamtes Wien, Außenstelle Mitte, übernommen wurden.
Im Rahmen der ersten Befragung des Opfers wurde ein nahegelegenes Hotel als Tatort identifiziert. In Zusammenarbeit mit Tatortbeamten wurde die relevante Örtlichkeit in den Mitarbeiterräumlichkeiten des Hotels im Keller lokalisiert. Den bisherigen Ermittlungen zufolge hatten das Opfer und der Tatverdächtige an diesem Tag einen Schnuppertag bei einer Reinigungsfirma absolviert. Zu Beginn kam es aus einem unerheblichen Anlass zu einem Streit zwischen ihnen, der in eine körperliche Auseinandersetzung und letztendlich in die Stichverletzung mündete.
Nach intensiven Ermittlungen konnte der zunächst unbekannte 22-jährige Tatverdächtige, der aus Syrien stammt, ermittelt und wenige Tage nach der Tat von Beamten der WEGA festgenommen werden. Er gab in seiner Vernehmung zu, sich mit dem Opfer körperlich auseinandergesetzt zu haben, stritt jedoch den Einsatz eines Messers ab. Er wurde in eine Justizanstalt überstellt.
Im Verlauf der weiteren Ermittlungen ergab sich, dass drei Mitarbeiter der Reinigungsfirma den Vorfall beobachtet haben sollen. Sie stehen unter dem Verdacht, den Ermittlern gegenüber falsche Angaben zum tatsächlichen Geschehensablauf gemacht zu haben. Daher wurden gegen die drei Personen Anzeigen wegen des Verdachts der falschen Beweisaussage erstattet.
