Am 21. Mai 2026, gegen 19:30 Uhr, planten zwei 19-jährige Männer – ein Deutscher aus dem Landkreis Paderborn und ein Ukrainer – von der Talstation der Zugspitzbahn in Ehrwald den Klettersteig „Stopselzieher“ zur Zugspitze zu erklimmen. Ihre Ausrüstung bestand lediglich aus Wanderschuhen, Stirnlampen und Grödeln. Ziel des Vorhabens war es, während des Aufstiegs den Sonnenuntergang und nach Erreichen des Gipfels den Sonnenaufgang zu beobachten.
Gegen 03:00 Uhr befanden sich die beiden Männer auf etwa halber Strecke des Klettersteigs, als sie ein Schneefeld queren mussten. Im Verlauf dieser Passage rutschte der vorausgehende Deutsche aus und stürzte etwa 250 Meter über extrem steiles und felsdurchsetztes Gelände ab, wobei er tödliche Verletzungen erlitt. Sein Begleiter alarmierte umgehend die Rettungskräfte.
Die Bergrettung Ehrwald sowie die Besatzung des Notarzthubschraubers Alpine Air Ambulance Liechtenstein führten eine Windenbergung durch und konnten den unversehrten Begleiter sicher bergen. Der verstorbene Bergsteiger wurde durch einen Alpinpolizisten, ein Mitglied der Bergrettung Ehrwald und das Team des Polizeihubschraubers „Libelle“ geborgen und in den Tag gebracht.
