Liezen | Lassing – Am Freitagabend, dem 22. Mai 2026, kam es in einem Sägewerk zu einem schweren Arbeitsunfall, bei dem ein 46-jähriger Arbeiter schwer verletzt wurde. Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz.
Um 21:05 Uhr wurden die Polizeikräfte zu dem Sägewerk gerufen, nachdem ein schwerer Arbeitsunfall gemeldet worden war. Zeitgleich wurden auch die Feuerwehr, das Rote Kreuz und der Notarzthubschrauber Christophorus 14 alarmiert.
Beim Eintreffen der Polizei war der schwer verletzte 46-Jährige in der Halle „Paketierung“ ansprechbar, jedoch mit beiden Beinen in einer Maschine eingeklemmt. Drei Arbeitskollegen waren bei ihm, um ihn psychisch zu unterstützen.
Die Freiwilligen Feuerwehren Liezen und Döllach (mit fünf Fahrzeugen und 27 Einsatzkräften) errichteten einen Seilzug, um die abgestürzte Maschine zu sichern und anzuheben. Zuvor hatte die anwesende Notärztin des Christophorus 14 medizinische Erstmaßnahmen durchgeführt und den Verletzten stabilisiert. Der Mann konnte anschließend mit Hilfe des Seilzugs und eines hydraulischen Spreizgeräts befreit werden. Nach der Erstversorgung wurde er mit dem Rettungswagen ins LKH Rottenmann gebracht und anschließend ins LKH Leoben verlegt, wo er stationär aufgenommen wurde.
Ersten Ermittlungen zufolge könnte eine Kette während der Arbeiten aus der Führungsschiene gedrückt worden sein, wodurch die Maschine zu Boden stürzte, den Mann mitriss und ihn einklemmte. Das Arbeitsinspektorat Leoben wurde über den Vorfall informiert. Weitere Ermittlungen zur genauen Unfallursache sind im Gange.
