Spenden statt Böllern: Tierschutz-Aktion zum Jahreswechsel

Die bevorstehenden Silvesterfeierlichkeiten bringen nicht nur Freude für viele Menschen, sondern bedeuten für Haus- und Wildtiere oft puren Stress. Die lauten Geräusche von Feuerwerken und Knallkörpern können bei unseren vierbeinigen Freunden zu Panik und körperlichen Symptomen führen. Um diesen negativen Auswirkungen entgegenzuwirken, appelliert Tierschutzombudsfrau Karoline Schlögl an die Bevölkerung: „Bitte verzichten Sie auf Feuerwerk und laute Knallkörper zum Wohl von Wild- und Haustieren!”

Haustiere wie Hunde und Katzen haben ein deutlich empfindlicheres Gehör als Menschen, weshalb der Geräuschpegel von Feuerwerken für sie eine massive Belastung darstellt. Die unerwarteten und intensiven Geräuschquellen versetzen viele Tiere in einen Schockzustand, der nicht selten zu dauerhaften Folgen führt, wie etwa Durchfall oder andere gesundheitliche Probleme. Auch Wildtiere leiden darunter: In ihrer Panik können sie deutlich mehr Energie verbrauchen, als ihnen in der kalten Jahreszeit zur Verfügung steht.

Tierschutzexperten empfehlen verschiedene Maßnahmen, um Tieren in der Silvesternacht Sicherheit und Ruhe zu bieten. Ein ruhiger Rückzugsort in den eigenen vier Wänden kann helfen, die angespannte Situation zu entschärfen. Es ist ratsam, die Haustiere nicht alleine zu lassen und eine vertraute Umgebung zu schaffen, beispielsweise durch heruntergelassene Rollläden oder Vorhänge. Auch das Abspielen von beruhigender Musik oder „White Noise” kann dazu beitragen, die Geräusche von außen zu mindern.

Zusätzlich sollten Tierhalter darauf achten, dass ihre Hunde an der Leine gehen. Ein plötzlicher Knall kann selbst die gefügigsten Tiere erschrecken und zu gefährlichen Situationen führen. Für besonders ängstliche Tiere könnte sogar eine Übernachtung in einem lärmisolierten Hotel eine gute Option sein, um den Stress an Silvester zu minimieren.

Der Austausch von Feuerwerk gegen leise Alternativen ist nicht nur eine Möglichkeit, das Wohlbefinden unserer Tiere zu gewährleisten, sondern auch ein Aufruf zur Gemeinschaft. Geld, das sonst für Feuerwerk ausgegeben würde, könnte stattdessen bei lokalen Tierheimen gespendet werden, was einen tierisch guten Start ins neue Jahr garantieren würde.

Mit diesen Maßnahmen können Tierhalter aktiv dazu beitragen, den Jahreswechsel für ihre Haustiere zu einem entspannten und sicheren Anlass zu machen. Ein leiserer Übergang in das Jahr 2026 könnte für uns alle, insbesondere für unsere Tiere, von großem Vorteil sein.

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