Am 31. Juli 2026 um 20:40 Uhr wurden im 21. Bezirk von Wien Ermittlungen durch das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Nord, zu mehreren Straftaten im Zusammenhang mit der Entwendung eines Fahrzeugs während einer Probefahrt eingeleitet. Der Tatverdächtige ist ein 16-jähriger rumänischer Staatsangehöriger, der bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten ist.
An diesem Tag soll der Jugendliche im Rahmen eines über eine Onlineverkaufsplattform organisierten Besichtigungstermins die Eigentümerin eines SUVs unter einem Vorwand dazu bewegt haben, auszusteigen, und anschließend mit dem Fahrzeug geflüchtet sein. Die Frau meldete den Vorfall umgehend der Polizei, doch die daraufhin eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen blieben erfolglos. In der Folge soll der Tatverdächtige der Fahrzeugbesitzerin per Kurznachricht gedroht haben, das Auto in Brand zu setzen, sollte sie ihm nicht 5.000 Euro überweisen. Die Frau erhielt keine Zahlung und erstattete Anzeige.
Am 4. August 2026 um 21:30 Uhr entdeckten Polizeibeamte in Wien-Simmering den gestohlenen PKW, sicherten ihn und gaben ihn anschließend der Besitzerin zurück. Am selben Abend beobachtete die Frau jedoch durch ihr Fenster eine männliche Person, die sich an ihrem Fahrzeug zu schaffen machte, und erkannte den gesuchten Täter. Ihr Ehemann versuchte daraufhin, den Jugendlichen am Fahrzeug zu hindern. Dabei soll der Verdächtige versucht haben, den Mann durch das geöffnete Fenster zu schlagen und ihn mit einer vermeintlich echten Schusswaffe bedroht zu haben, bevor er erneut mit dem PKW floh. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen verliefen erfolglos.
Am 9. August 2026 um 5:10 Uhr kam es schließlich zur Festnahme des 16-Jährigen auf der Brünner Straße, als Beamte des Stadtpolizeikommandos Floridsdorf eine Verkehrsanhaltung durchführten und feststellten, dass es sich bei dem Fahrzeug um den gestohlenen SUV handelte. Da der Tatverdächtige über keine gültige Lenkberechtigung verfügte, wurde er aufgrund einer Festnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft Wien festgenommen und in eine Justizanstalt gebracht. Zu den Tatvorwürfen äußerte er sich nicht.
