Im Zeitraum von Anfang Februar bis Mitte August 2026 kam es in Wien zu einer Serie von Wohnungseinbruchsdiebstählen, bei denen die Täter auf unkonventionelle Weise, über den Einsatz von ätzender Säure, in Wohnungen eindrangen. Das Landeskriminalamt Wien, insbesondere der Ermittlungsbereich Diebstahl, Gruppe Kremser, hat seit längerer Zeit Ermittlungen zu diesen Vorfällen angestellt. In mehreren Wiener Bezirken wurden in diesem Zusammenhang Einbrüche im zweistelligen Bereich registriert.
Die kriminalpolizeilichen Untersuchungen führten die Beamten schließlich zu einer georgischen Tätergruppe. Am 16. August 2026 gelang es, nach einer intensiven Observation und in Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Niederösterreich sowie der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS), zwei mutmaßliche Mitglieder dieser Gruppe im Stadtteil Wien-Landstraße auf frischer Tat zu ertappen.
Darüber hinaus konnten durch die akribische Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt weitere Verdächtige ermittelt werden. Ein 36-jähriger georgischer Staatsangehöriger wurde in der Slowakei lokalisiert, und am 20. August 2026 konnte er infolge eines in seinem Fall erlassenen Europäischen Haftbefehls von slowakischen Zielfahndern in Bratislava festgenommen werden. Ihm werden mindestens sechs Wohnungseinbrüche in den Wiener Bezirken Leopoldstadt und Landstraße zur Last gelegt, und er befindet sich derzeit in der Slowakei in Haft.
Nur einen Tag nach dieser Festnahme, am 21. August 2026, wurde ein weiterer Tatverdächtiger, ein 48-jähriger georgischer Staatsangehöriger, identifiziert. Dieser befindet sich in Berlin, wo er bereits wegen eines Wohnungseinbruchs in Untersuchungshaft ist. Ihm werden mindestens zwei Wohnungseinbrüche im Bezirk Penzing zugeschrieben.
Die umfassenden Ermittlungen des Landeskriminalamtes Wien hinsichtlich der Tätergruppe und möglicher weiterer Straftaten sind weiterhin im Gange.
