Am 22. August 2026 um 20:10 Uhr wurden Beamte des Stadtpolizeikommandos Fünfhaus in die Gunsenleithnergasse in Wien-Penzing gerufen, um einem angeblichen Raufhandel auf offener Straße nachzugehen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte bemerkten die Beamten einen lautstark schreienden Mann, der von einer Frau von hinten festgehalten wurde. An der Einsatzstelle waren auch mehrere Passanten anwesend.
Es stellte sich heraus, dass die beiden beteiligten Personen Geschwister waren. Die 25-jährige Schwester versuchte, ihren aufgebrachten 19-jährigen Bruder, der aus der Türkei stammt, zu beruhigen. Trotz wiederholter Aufforderungen der Polizisten setzte der Bruder sein aggressives Verhalten fort und beschimpfte sowie bedrohte die Beamten. In der Folge wurde der 19-Jährige vorläufig festgenommen. Während der Festnahme verletzte er einen Polizisten, der jedoch seinen Dienst fortsetzen konnte.
Im Rahmen der weiteren Ermittlungen wurde bekannt, dass es zuvor zwischen dem Beschuldigten und einer Passantin zu einer Meinungsverschiedenheit gekommen war, in deren Verlauf er die Frau getreten hatte. Aufgrund des lautstarken Streits kam seine Schwester hinzu, um zu deeskalieren. Der Streit zog zunehmend die Aufmerksamkeit von Anrainern auf sich, einige von ihnen wurden durch den Bruder gefährlich bedroht. Ein Passant, der mit seinem Hund unterwegs war, wurde von ihm beleidigt. Darüber hinaus trat der Beschuldigte gegen den Hund, wodurch das Tier verletzt wurde.
Gegen den 19-Jährigen wurden mehrere Anzeigen wegen gefährlicher Drohung, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Körperverletzung und Tierquälerei erstattet. Er befindet sich derzeit im polizeilichen Gewahrsam.
