Am 9. Mai 2026 ereignete sich gegen 12:30 Uhr ein schwerer Unfall nach einem Wingsuit-Sprung vom Flugplatz Hohenems-Dornbirn, bei dem zwei Frauen schwer verletzt wurden.
Die beiden Wingsuit-Springerinnen im Alter von 32 und 48 Jahren starteten zusammen mit 13 weiteren Fallschirmspringern. Das Flugzeug hob zu einem Sprung aus einer Höhe von etwa 4.000 Metern ab. Während der 32-jährige Springer und ein weiterer Teilnehmer in einem Parallelflug mit leichter Rechtskurve waren, näherte sich die 48-Jährige mit hoher Geschwindigkeit von hinten und kollidierte seitlich mit der 32-Jährigen.
Durch den Zusammenstoß verlor die 32-jährige Schweizerin das Bewusstsein und war nicht in der Lage, ihren Fallschirm selbst zu öffnen. In der Folge aktivierte sich die automatische Schirmöffnung. Beim Sinkflug berührte sie eine Hochspannungsleitung und stürzte ins Wasser des Alten Rheins. Zwei Passanten im Wasser brachten sie ans Ufer, wo der Rettungsdienst die Erstversorgung übernahm. Die 32-Jährige erlitt lebensbedrohliche Verletzungen und wurde in das Krankenhaus Dornbirn eingeliefert, wo sie sich in kritischem Zustand befand.
Die 48-jährige Deutsche verlor ebenfalls vorübergehend das Bewusstsein, konnte jedoch noch ihren Hauptschirm selbst aktivieren. Eine kontrollierte Landung war ihr nicht mehr möglich. Im Bereich des Modellautoclubs Hohenems streifte sie ebenfalls eine Hochspannungsleitung und prallte aus etwa zehn Metern Höhe zu Boden. Nach der Erstversorgung wurde sie mit schweren Verletzungen in das Landeskrankenhaus Feldkirch eingeliefert, befand sich jedoch nicht in Lebensgefahr.
Nach dem Unfall waren beide Frauen nur eingeschränkt ansprechbar und konnten keine Angaben zum Hergang machen. Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft Feldkirch wurden die verwendeten Fallschirme und Gurtzeuge sichergestellt, und die Ermittlungen zur genauen Unfallursache laufen.
