Am 1. Mai 2026 um 17:00 Uhr erhielt eine 62-jährige Frau in 1090 Wien Anrufe von einem angeblichen Polizisten, was bei ihr Verdacht erregte. Der Anrufer versuchte, sie davon zu überzeugen, dass sie im Fokus einer Diebesbande stehe. Er forderte sie auf, ihr gesamtes Bargeld und ihren Schmuck in einer Tasche vor ihrer Wohnungstür abzustellen. Diese würden von einem Beamten abgeholt und in einer Polizeiinspektion sicher verwahrt.
Die Frau handelte schnell und informierte während des Gesprächs den Gehörlosen-Notruf der Polizei (0800 133 133) per SMS über den Vorfall. Dank des raschen und koordinierten Handelns der alarmierten Beamten des Landeskriminalamts Wien konnte der mutmaßliche schwere Betrug verhindert werden. Der 26-jährige Tatverdächtige, ein Staatsangehöriger aus Polen, wurde bei der Abholung der Wertgegenstände und des Bargeldes in ihrem Wohnhaus in Wien-Alsergrund auf frischer Tat ertappt und vorläufig festgenommen. Die 62-Jährige erlitt durch den Vorfall keinen finanziellen Schaden.
Der 26-Jährige wurde wegen des Verdachts des versuchten schweren Betrugs innerhalb einer kriminellen Vereinigung angezeigt und auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien in eine Justizanstalt überstellt. Weitere Ermittlungen sind im Gange.
Die Polizei weist eindringlich auf solche Betrugshandlungen hin und gibt folgende Präventionstipps:
– Die Polizei nimmt grundsätzlich kein Bargeld oder Wertgegenstände zur Aufbewahrung entgegen.
– Seien Sie vorsichtig, wenn ein Anrufer nach Wertgegenständen, Bargeld oder Kontoguthaben fragt. Beenden Sie in diesem Fall sofort das Gespräch.
– Brechen Sie das Gespräch ab, wenn Geld von Ihnen verlangt wird.
– Notieren Sie die Nummer des Anrufers.
– Klären Sie Ihre Verwandten über derartige Betrugsformen auf.
– Wenden Sie sich an die nächste Polizeidienststelle und erstatten Sie Anzeige.
