Polizei geht gegen Gewaltaufrufe zu Halloween konsequent vor

Am 30. Oktober 2026, in den frühen Morgenstunden, führte die Polizei in Wien und Niederösterreich umfangreiche Maßnahmen im Rahmen der Ermittlungen gegen Aufrufe zu strafbaren Handlungen in der bevorstehenden Halloween-Nacht durch. Seit einigen Tagen kursierten auf sozialen Medien verschiedene Aufrufe, die Gewalt und Plünderungen von Luxusgeschäften propagierten.

Dank gezielter Ermittlungen gelang es der Polizei, mehrere Personen zu identifizieren, die für diese Aufrufe verantwortlich sind. Dies unterstreicht die konsequente Haltung der Polizei gegenüber Handlungen, die Straftaten oder Störungen der öffentlichen Ordnung fördern. Die Behörden betonen, dass Halloween keine rechtsfreie Zeit ist; mutwillige Sachbeschädigung, Lärmerregung und andere deliktische Handlungen werden energisch verfolgt.

Aufgrund von Erkenntnissen aus dem Internet nahm das Wiener Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) in Zusammenarbeit mit der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) Ermittlungen wegen des Verdachts eines verbrecherischen Komplotts (§ 277 StGB) sowie der Aufforderung zu mit Strafe bedrohten Handlungen und der Gutheißung strafbarer Handlungen (§ 282 StGB) auf. Die Ermittlungen erfolgen in ständigem Austausch mit der Staatsanwaltschaft Wien.

Innerhalb kurzer Zeit konnten die Aufrufe sechs Hauptverantwortlichen zugeordnet werden. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien fanden in den frühen Morgenstunden des 30. Oktober 2026, unterstützt von der Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung (WEGA) und dem Landeskriminalamt Wien, sechs Hausdurchsuchungen statt. Vier Tatverdächtige im Alter von 14 bis 22 Jahren wurden zur Vernehmung vorgeführt, und es wurden mehrere Datenträger, zwei Schreckschusspistolen, eine Softgun, Munition sowie eine Machete vorläufig sichergestellt.

Eine fünfte Person befindet sich seit kurzem aufgrund eines minderschweren Eigentumsdelikts, das nicht mit den Ermittlungen im Zusammenhang zu Halloween steht, in einer Justizanstalt. Nach der sechsten Person, deren Identität bekannt ist, wird gefahndet. Bei den ermittelten Personen handelt es sich um einen Österreicher und weitere Drittstaatsangehörige mit gültigen Aufenthaltstiteln (Staatsangehörigkeiten: Irak, Nigeria und Russische Föderation).

Die Ermittlungen des Landesamtes für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE-Wien), unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Wien, sind weiterhin im Gange. Die Hintergründe der ermittelten Personen, insbesondere die Motive für die geplanten Straftaten, sind Gegenstand intensiver Nachforschungen. Nach den bisherigen Erkenntnissen liegt keine Ideologisierung vor.

Innenminister Karner betonte jüngst: „Die Polizei wird rund um Halloween konsequent einschreiten, wann und wo es notwendig ist.“ Diese schnell und entschlossen umgesetzten Maßnahmen zur Gefahrenabwehr in der Zeit zu Halloween demonstrieren das Engagement und die Einsatzbereitschaft der Polizei.

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