In der Nacht zum 24. Juni 2026 brach in Matrei in Osttirol ein Brand in einem Gebäude aus. Die Einsatzkräfte trafen gegen 02:35 Uhr ein und fanden ein Wirtschaftsgebäude sowie das angrenzende Wohnhaus in Vollbrand vor. Die Bewohnerin, eine 48-jährige Frau, konnte mit ihren beiden Kindern im Kindergarten- und Volksschulalter das Gebäude selbstständig verlassen. Die 86-jährige Großmutter verließ das Haus mit Hilfe eines Nachbarn. Glücklicherweise blieben alle Personen unverletzt; sie wurden jedoch vorsorglich von den Rettungskräften mit Sauerstoff versorgt.
Zwei Feuerwehrmitglieder erlitten aufgrund der starken Hitze Kreislaufprobleme und waren kurzzeitig nicht mehr einsatzbereit. Ein Großteil des Viehs, darunter Kühe und Kälber, konnte in Sicherheit gebracht werden. Tragischerweise verendeten einige Kleintiere, wie Hühner, im Feuer. Die Feuerwehr konnte den Brand schließlich unter Kontrolle bringen und ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude verhindern. Dennoch führte die Hitze dazu, dass in den Nachbargebäuden teilweise Fensterscheiben zersprangen und die Fassade beschädigt wurde. Die beiden betroffenen Gebäude wurden vollständig zerstört.
Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die späten Nachmittagsstunden. Insgesamt waren 222 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Matrei, Huben, Virgen, Prägraten, Hopfgarten und Lienz sowie acht Rettungskräfte im Einsatz. Die Brandursache wird derzeit noch ermittelt.
