Bezirk Ried im Innkreis
Nach umfassenden kriminalpolizeilichen Ermittlungen wurde ein Netzwerk für den gewerbsmäßigen Handel mit Kokain und Cannabis aufgedeckt und zerschlagen. Die Ermittlungen nahmen ihren Anfang bei einem 49-jährigen ungarischen Staatsangehörigen aus Neuhofen im Innkreis und einem 23-jährigen Österreicher aus Ried im Innkreis, die verdächtigt wurden, mit Kokain und Marihuana zu handeln.
Im Verlauf der Ermittlungen konnten verschiedene Lieferanten, Zwischenhändler und Abnehmer aus Oberösterreich, Salzburg und Ungarn identifiziert werden. Durch Vernehmungen, Observationen, Hausdurchsuchungen, Sicherstellungen und die Auswertung elektronischer Datenträger gelang es den Ermittlern, die Strukturen des Suchtgifthandels in der Region Ried im Innkreis langsam offenzulegen und zahlreiche weitere Tatverdächtige zu identifizieren.
Die Ermittlungen wurden von der Suchtgiftgruppe des koordinierten Kriminaldienstes des Bezirkspolizeikommandos Ried im Innkreis in Zusammenarbeit mit den Staatsanwaltschaften Ried im Innkreis und Wels durchgeführt. Seit Beginn der Ermittlungen im Dezember wurden insgesamt 21 Beschuldigte in den Bezirken Ried im Innkreis, Grieskirchen, Schärding, Sankt Johann im Pongau sowie in der Stadt Wels festgenommen.
Zwölf dieser Festnahmen gingen auf das Konto des koordinierten Kriminaldienstes Ried im Innkreis, während gegen 18 Tatverdächtige Untersuchungshaft verhängt wurde. Zudem konnten mehr als 150 Abnehmer von Suchtgiften identifiziert werden. Im Rahmen der Ermittlungen wurden Kokain, Marihuana, Bargeld und Mobiltelefone sichergestellt. Aufgrund des umfangreichen Ausmaßes, der hohen Zahl an Beschuldigten und der Vielzahl an durchgeführten Maßnahmen zählt dieses Verfahren zu den bedeutendsten Suchtgiftverfahren der letzten Jahre im Bezirk Ried im Innkreis.
