Im Zeitraum von März bis April 2026 wurden im Wiener Stadtgebiet, insbesondere in den Bezirken Döbling und Penzing, mehrere Raubdelikte aufgeklärt. Die Beamten des Landeskriminalamtes Wien, Ermittlungsbereich Raub, Gruppe Schalek, konnten innerhalb weniger Wochen insgesamt 15 Raubdelikte klären und 14 Beschuldigte ermitteln.
Die Vorfälle ereigneten sich überwiegend in der Nähe von Schulen oder Bahnhöfen. Der Modus Operandi der Tatverdächtigen war weitgehend homogen: Sie traten meist in kleinen Gruppen auf und sprachen gezielt minderjährige Opfer an. Diese wurden aufgefordert, Bargeld, Kleidungsstücke oder andere Wertgegenstände herauszugeben. In Fällen, in denen die Opfer nicht reagierten, kam es teilweise zu erheblichen körperlichen Übergriffen durch Schläge oder Tritte.
Die Tatverdächtigen sind zum Teil bereits polizeilich bekannte Intensivtäter mit erheblichen Vorstrafen. Unter den Beschuldigten befinden sich elf strafmündige Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren sowie drei strafunmündige Personen im Alter von 12 und 13 Jahren. Die Mehrheit der Verdächtigen hat einen Migrationshintergrund, insbesondere afghanische und syrische Staatsangehörigkeit, während drei der Beschuldigten österreichische Staatsbürger sind.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurden sieben der strafmündigen Jugendlichen festgenommen und in eine Justizanstalt gebracht. Die Ermittlungen durch die Kriminalbeamten dauern an, da einige der Tatverdächtigen des Weiteren für zahlreiche andere strafrechtliche Delikte verantwortlich sein sollen.
