Am 07. August 2026, zwischen 14:00 und 14:30 Uhr, ereigneten sich zwei Vorfälle in Wien, die das Thema Bedrohung mit einem Küchenmesser betrafen.
Im ersten Vorfall im Bezirk Liesing wurde ein 45-jähriger türkischer Staatsangehöriger beschuldigt, im Stiegenhaus eines Mehrparteienhauses Nachbarn mit einem Küchenmesser bedroht zu haben. Zuvor hatte der Mann im Stiegenhaus randaliert. Als Nachbarn ihn auf sein Verhalten hinwiesen, soll er die Drohungen ausgesprochen haben. Daraufhin verschanzte er sich in seiner Wohnung. Trotz mehrmaliger Aufforderung öffnete er die Tür nicht, weshalb die WEGA zur Unterstützung gerufen wurde. Nach Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde die Wohnungstür gewaltsam geöffnet, und der Verdächtige konnte gesichert und von Polizisten der Polizeiinspektion Anton-Baumgartner-Straße festgenommen werden. Bei seiner Vernehmung bestritt der 45-Jährige die Drohungen und gab an, sich aufgrund einer psychischen Erkrankung in einer Ausnahmesituation befunden zu haben. Es wurde angeordnet, ihn in eine Justizanstalt zu bringen.
Im zweiten Vorfall im Bezirk Favoriten bedrohte ein 68-jähriger österreichischer Staatsbürger seinen 72-jährigen Bruder während eines Streits um ein geöffnetes Fenster ebenfalls mit einem Küchenmesser. Polizisten der WEGA begaben sich unter Wahrung der Eigensicherung in die Wohnung und sicherten den Tatverdächtigen. Anschließend wurde der 68-Jährige von Polizisten der Polizeiinspektion Favoritenstraße festgenommen. Er zeigte sich geständig und wurde nach Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien auf freiem Fuß angezeigt.
Für beide Tatverdächtigen wurden ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein vorläufiges Waffenverbot verhängt.
