Am 3. Oktober 2026 führten Ermittler des Landeskriminalamtes gemeinsam mit einem Sachverständigen der Brandverhütungsstelle für Oberösterreich eine Untersuchung an der Brandstelle im Bezirk Linz-Land durch. Dabei wurde festgestellt, dass der Brand im Wohnzimmer, in der Nähe des Sofas, ausgebrochen war. In diesem Bereich waren die stärksten Brandeinwirkungen zu verzeichnen. Zudem wurden dort zahlreiche unsachgemäß entsorgte Reste von Rauchwaren am Boden gefunden. Andere potenzielle Zündquellen, wie verschiedene Wärmegeräte, mechanische Energiequellen oder elektrische Anschlüsse, konnten vom Sachverständigen ausgeschlossen werden.
In der ursprünglichen Presseaussendung vom 3. Oktober 2026 wird berichtet, dass eine 64-Jährige aus dem Bezirk Linz-Land am 2. Oktober 2026 gegen 22:40 Uhr den Notruf des Landesfeuerwehrkommandos wegen eines Wohnhausbrandes verständigte. Bei Eintreffen der Polizei war bereits eine starke Rauchentwicklung aus der Doppelhaushälfte festzustellen. Feuerwehr und Rettungsdienst waren ebenfalls vor Ort. Ein 66-Jähriger wurde kurz zuvor von einem 24-jährigen Nachbarn über das gemeinsame Stiegenhaus aus dem Gebäude gerettet und musste anschließend von den Rettungskräften reanimiert werden. Eine 64-Jährige und eine 93-Jährige konnten von der Feuerwehr mittels Drehleiter gerettet werden. Diese beiden Frauen sowie der 24-Jährige wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in das Krankenhaus der Elisabethinen in Linz eingeliefert. Der 66-Jährige konnte soweit reanimiert werden, dass er wieder einen eigenständigen Puls hatte und wurde vom Notarzt in das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder transportiert. Die Brandursache ist bislang nicht bekannt, und das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen.
