Am 21. März 2026, gegen 20:40 Uhr, kam es in einer Kfz-Werkstatt in Hagenbrunn zu einem Brand, der schnell von zwei Anrainern bemerkt wurde. Die beiden Männer brachen die Nebeneingangstür der Garage auf und versuchten, das Feuer mit einem Feuerlöscher zu löschen. Als dieser Versuch fehlschlug, informierten sie die Rettungskräfte. Beide Anwohner erhielten vor Ort eine Erstversorgung vom Rettungsdienst und wurden anschließend mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Landesklinikum Stockerau gebracht.
Die Freiwillige Feuerwehr Hagenbrunn war relativ schnell vor Ort und konnte den Brand bis 21:20 Uhr löschen. Der Brand war im Bereich einer Abfalltonne und eines Abgastestgerätes ausgebrochen. Bei den Ermittlungen zur Brandursache stellte sich heraus, dass brandbeschleunigende Mittel vorsätzlich eingesetzt und mit einer offenen Flamme entzündet wurden. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist noch unklar.
Die Ermittlungen wurden vom Landeskriminalamt Niederösterreich, insbesondere vom Bereich für Brand-, Sprengstoff- und Explosionsdelikte, übernommen. Die Kriminalbeamten identifizierten einen 40-jährigen ukrainischen Staatsbürger, einen ehemaligen Mitarbeiter der Werkstatt, als Beschuldigten. Am 20. April 2026 wurde dieser aufgrund einer Festnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft Korneuburg in Leopoldsdorf festgenommen. Im Rahmen der Einvernahme gestand er seine Tat. Bei einer freiwilligen Durchsuchung wurden zudem entwendete Kfz-Kennzeichentafeln eines Kunden sichergestellt. Der Beschuldigte wurde daraufhin in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert.
