Graz | Bezirk Innere Stadt. – Am Mittwochabend, dem 7. Oktober 2026, kam es zu mehreren versuchten Brandstiftungen, Sachbeschädigungen und dem Missbrauch von Notzeichen, woraufhin ein 30-jähriger Tatverdächtiger festgenommen werden konnte. Zwischen 20:00 und 21:45 Uhr gerieten in der Grazer Innenstadt (Sporgasse, Hofgasse und Herrengasse) vier Mistkübel in Brand. Diese befanden sich in einem Stiegenhaus eines Mehrparteienhauses sowie in Innenhöfen. Dabei wurden Innenräume und Hausmauern erheblich beschädigt. Die Grazer Berufsfeuerwehr, die mit circa 26 Kräften und sechs Fahrzeugen im Einsatz war, konnte die Brände erfolgreich löschen. Der Umfang des entstandenen Schadens lässt sich derzeit noch nicht beziffern. Zudem wurden vier Brandmelder, unter anderem in einer Tiefgarage, mutwillig beschädigt, was einen Fehlalarm auslöste.
Auf Basis einer Videoaufzeichnung konnte der 30-jährige Tatverdächtige aus dem Bezirk Lilienfeld (Niederösterreich) in der Nähe des Tatorts angetroffen werden. Aufgrund seines gesundheitlichen Zustands wurde er in ein Krankenhaus eingeliefert. Ein durchgeführter Alkotest ergab einen positiven Wert. In seiner ersten Befragung zeigte er sich geständig und gab an, dass er seit seiner Kindheit bei der freiwilligen Feuerwehr tätig sei und eine Faszination für Feuer habe. Bei der Beschuldigtenvernehmung lehnte er es jedoch ab, weitere Auskünfte zu geben.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz wurde der Tatverdächtige in die Justizanstalt Graz-Jakomini überstellt. Weitere Ermittlungen ergaben, dass er erst Ende Juli 2026 wegen einschlägiger Delikte aus der Haft entlassen worden war.
