Am 21. April 2026 um 18:15 Uhr ereignete sich in 1040 Wien ein schwerer Betrugsfall, der auf den sogenannten „Polizeitrick“ zurückzuführen ist. In mehreren Telefonaten gelang es einer unbekannten Tätergruppe, sich als Polizeibeamte auszugeben und einen 72-jährigen Mann zu überreden, dass er Ziel einer Diebesbande sei.
Der ältere Herr erhielt am Abend darauf einen Anruf von einer angeblichen Polizistin, die ihn aufforderte, als Lockvogel zu agieren. Er sollte sein gesamtes Bargeld sowie seinen Goldschmuck in einer Tasche vor seinem Wohnhaus deponieren. Man habe geplant, die Tasche zu observieren und die Diebe auf frischer Tat zu ertappen. Der 72-Jährige folgte dieser Bitte und wartete in seiner Wohnung auf weitere Anweisungen. Als die Tasche jedoch bald darauf verschwunden war und er keine weiteren Anrufe erhielt, wurde er misstrauisch und kontaktierte die Polizei unter der Notrufnummer 133. Der entstandene Schaden beläuft sich auf einen fünfstelligen Eurobetrag. Die Ermittlungen wurden vom Landeskriminalamt Wien übernommen.
Die Polizei weist eindringlich auf die Gefahren solcher Betrugsmaschen hin und gibt folgende Präventionstipps:
– Die Polizei nimmt grundsätzlich kein Bargeld oder Wertgegenstände für Sie in Verwahrung.
– Seien Sie vorsichtig, wenn ein Anrufer nach Bargeld oder Wertgegenständen fragt und beenden Sie in diesem Fall sofort das Gespräch.
– Brechen Sie das Gespräch ab, sobald ein Anrufer Geld von Ihnen verlangt.
– Notieren Sie sich die Telefonnummer des Anrufers.
– Informieren Sie Ihre Angehörigen über solche Betrugsformen.
– Wenden Sie sich an die nächste Polizeidienststelle und erstatten Sie Anzeige.
