Am 21. April 2026, um 19:15 Uhr, kam es in einer Wohnung im 15. Bezirk von Wien zu einem Vorfall häuslicher Gewalt. Ein 22-jähriger Mann aus Ungarn soll im Verlauf eines Streits mit seiner ehemaligen Lebensgefährtin gedroht haben, eine Gasleitung zu manipulieren und die Wohnung in die Luft zu sprengen. Weiterhin wird berichtet, dass der Mann eine ungeladene Gasdruckpistole gezückt und damit mehrfach in Richtung der 32-jährigen Frau gezielt habe.
Die Frau konnte ihren ehemaligen Partner aus der Wohnung drängen und den Polizeinotruf unter 133 wählen. In der Folge trat der 22-Jährige gewaltsam gegen die Wohnungstür und flüchtete. Dank einer präzisen Personenbeschreibung wurde der Tatverdächtige kurze Zeit später in der Sechshauser Straße von Beamten des Stadtpolizeikommandos Fünfhaus angetroffen und vorläufig festgenommen. Bei der Durchsuchung wurde die Gasdruckpistole entdeckt und sichergestellt.
Gegen den Mann wurden von der Polizei ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Die 32-Jährige sowie ihr drei Jahre alter Sohn, der zum Zeitpunkt des Vorfalls in der Wohnung war, blieben unverletzt.
Laut Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde der 22-Jährige auf freiem Fuß wegen des Verdachts der mehrfachen gefährlichen Drohung, der Sachbeschädigung und der versuchten Körperverletzung angezeigt.
Für Personen, die von Gewalt betroffen sind oder solche wahrnehmen, bietet die Wiener Polizei Unterstützung an. Der Polizeinotruf ist jederzeit unter der Nummer 133 erreichbar. Darüber hinaus gibt die Kriminalprävention des Landeskriminalamts Wien persönliche Beratungen unter der Hotline 0800 216346.
Zusätzliche Ansprechpartner sind:
– WEISSER RING: 050 50 16
– Frauenhelpline: 0800 222 555
– Gewaltschutzzentrum: 0800 700 217
– Opfer-Notruf: 0800 112 112
– Notruf des Vereins der Wiener Frauenhäuser: 05 77 22
