Am 29. Mai 2026 um 15:45 Uhr kontaktiert ein bislang unbekannter Täter telefonisch einen 90-jährigen Mann in Wien-Landstraße und gibt sich als Polizist aus. Unter dem Vorwand, die Unterstützung des Pensionisten bei der Festnahme einer Person zu benötigen, fordert der Anrufer diesen auf, 15.000 Euro von seinem Bankkonto abzuheben. Ein angeblicher Kollege wolle ihn dabei begleiten.
Kurze Zeit später erscheint ein weiterer Mann, der eine Kopfbedeckung mit der Aufschrift „Polizei“ trägt und einen vermeintlichen Polizeiausweis vorzeigt. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zu einer Bankfiliale im dritten Bezirk. Dort wird ein Bankmitarbeiter aufgrund des auffälligen Verhaltens des 90-Jährigen misstrauisch. Als der Mann angibt, das Geld für eine wartende Person abheben zu wollen, verständigt der Bankmitarbeiter den Polizeinotruf, wodurch der Betrugsversuch rechtzeitig verhindert werden kann.
Eine sofort eingeleitete Fahndung nach dem mutmaßlichen Täter bleibt ohne Erfolg. Die Ermittlungen wurden vom Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Zentrum-Ost, übernommen.
Präventionshinweise:
- Beenden Sie das Telefonat, wenn ein Anrufer nach Geld oder Wertgegenständen fragt.
- Die Polizei bewahrt kein Bargeld oder Wertgegenstände für Sie auf.
- Seien Sie vorsichtig bei Anrufen, die sich auf Ihre Finanzen beziehen.
Schutz älterer Verwandter:
- Klären Sie Ihre Verwandten über diese Betrugsform auf.
- Diskutieren Sie in Ihrem engsten Verwandtenkreis über dieses Vorgehen.
- Benennen Sie alternative Ansprechpartner für Ihre Angehörigen, falls Sie einmal nicht erreichbar sind.
Handeln im Schadensfall:
- Brechen Sie das Gespräch ab, sobald Geld verlangt wird.
- Notieren Sie die Telefonnummer des Anrufers.
- Wenden Sie sich an die nächste Polizeidienststelle, um Anzeige zu erstatten.
