Am Vormittag des 18. April 2026 unternahmen zwei befreundete Österreicher eine Tour auf dem Arlberger Winterklettersteig im Gemeindegebiet von St. Anton am Arlberg. Die Männer begaben sich um 10:30 Uhr an der Bergstation der Riffl2-Bahn auf den Klettersteig. Der 18-Jährige führte die Tour, während sein 19-jähriger Partner ihm mit einem Abstand von einigen Metern folgte. Etwa um 10:40 Uhr erreichten sie eine Passage mit dem Schwierigkeitsgrad „B/C“.
Hier rutschte der voraussteigende Kletterer, als sein Fuß im weichen Schnee verlor. Um den Sturz abzutragen, hielt er sich mit beiden Händen an der Stahlseilverankerung fest, wobei sich ein Felsblock mit der Verankerung löste. Das dabei herunterpeitschende Stahlseil traf den 19-jährigen, nachsteigenden Kletterer am Oberkörper, was zu einem Sturz und zu schweren Gesichtsverletzungen führte. Der voraussteigende Kletterer blieb unverletzt.
Beide Männer konnten eigenständig zur Bergstation der Riffl2-Bahn absteigen. Dort verständigte ein Mitarbeiter der Seilbahn die Pistenrettung. Der Verletzte erhielt zunächst eine Erstversorgung durch die Pistenrettung und wurde anschließend nach ärztlicher Behandlung mit dem Notarzthubschrauber „Robin 3“ in die Universitätsklinik Innsbruck geflogen.
