Am 27. Juni 2026 unternahm eine 26-jährige Österreicherin zusammen mit drei weiteren erfahrenen Bergsteigern eine hochalpine Klettertour über den Ostgrat auf die Watzespitze (3.532 m). Nach dem Gipfelerfolg beschlossen die vier, den Abstieg aufgrund der herrschenden Wetterverhältnisse nicht über den Eisweg, sondern über den Ostgrat zu gestalten.
Als die Gruppe das Ende der Wand erreicht hatte, zog ein Unwetter auf. Aus diesem Grund wollten sie möglichst schnell die nahegelegene Kaunergrathütte erreichen. Gegen 18:45 Uhr querte die Frau im Laufschritt ein Schneefeld. Dabei brach sie mit dem linken Bein in die Schneedecke ein und zog sich an einem scharfkantigen Stein eine etwa 6 cm lange Riss-Quetsch-Wunde am linken Unterschenkel zu. Ihre Begleiter leisteten sofort Erste Hilfe, legten einen Druckverband an und setzten den Notruf ab. Anschließend konnte die Einheimische mit Unterstützung ihrer Begleiter die Kaunergrathütte erreichen. Von dort wurde sie mit dem Notarzthubschrauber „Martin 8“ ins Krankenhaus Zams transportiert.
