Am 6. Oktober 2026 um 02:50 Uhr ereignete sich in Wien-Rudolfsheim Fünfhaus ein Vorfall, bei dem ein 46-jähriger Taxifahrer vier Mädchen von der Quellenstraße zum Europaplatz beförderte. Nachdem der Fahrer am Ziel angekommen war und das Fahrgeld verlangte, öffneten die Mädchen die Türen des Fahrzeugs und liefen ohne Bezahlung davon.
Bevor die Polizei eintraf, kehrten zwei der Mädchen an den Tatort zurück. Eine von ihnen zog ein Messer und forderte das, ihrer Meinung nach, beim Verlassen des Taxis verlorene Handy vom Taxifahrer. Dieser negierte, das Mobiltelefon zu besitzen. In der Folge soll die Mädchen den Taxifahrer mit dem Messer um das Fahrzeug verfolgt haben, wobei sie verschiedene Teile des Taxis, darunter die Fahrertüre, den Seitenspiegel und das Beifahrerfenster, beschädigten. Währenddessen suchten die anderen Mädchen im Inneren des Taxis nach dem Handy ihrer Freundin. Laut Zeugenaussagen fügte sich das Mädchen mit dem Messer selbst eine Schnittverletzung an der Hand zu.
Als das Folgetonhorn der Polizei ertönte, warf das Mädchen das Messer unter das Taxi und alle Beteiligten flüchteten. Die eingesetzten Polizeikräfte konnten drei der Beteiligten im Anschluss in der Nähe festhalten. Eine 14-Jährige, die als Haupttatverdächtige identifiziert wurde, wies Schnittverletzungen an der Hand auf. Die beiden anderen Beteiligten, eine 16-Jährige mit österreichischer Staatsbürgerschaft und eine 18-Jährige mit syrischer Staatsangehörigkeit, erhielten Anzeigen.
Die 14-Jährige wurde zur sofortigen Vernehmung in eine nahegelegene Polizeiinspektion gebracht. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde sie anschließend auf freiem Fuß angezeigt und ihren Obsorgeberechtigten übergeben. Ein Messer wurde unter dem Taxi aufgefunden und sichergestellt.
