Im Zeitraum von November 2025 bis März 2026 führte das Landeskriminalamt Wien, im Bereich der Suchmittelkriminalität, umfassende Ermittlungen gegen eine Gruppe von Tatverdächtigen, die im Verdacht standen, erhebliche Mengen Kokain im Raum Wien illegal verkauft zu haben. Durch die Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht, dass es sich um eine kriminelle Organisation handelt. In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Wien wurden verschiedene Ermittlungsmaßnahmen durchgeführt.
Ein zentraler Ermittlungsfokus lag auf einem 43-jährigen Haupttatverdächtigen, der im Januar 2026 eine Lieferung von etwa 20 Kilogramm Kokain erhielt. Diese Drogen waren zuvor von einem vermuteten Mitglied der Gruppe mittels eines professionell umgebauten Fahrzeugs aus Valencia (Spanien) nach Wien geschmuggelt worden. Die Ermittler konnten den 43-Jährigen kurz nach der Übergabe der Drogen auf frischer Tat festnehmen; er wurde dabei beobachtet, als er rund 600 Gramm Kokain an zwei mutmaßliche Subdealer übergab. Diese beiden Subdealer, ein 36-jähriger Mann aus dem Irak und ein 39-jähriger Mann aus Serbien, wurden ebenfalls vorläufig festgenommen. Bei einer anschließenden Hausdurchsuchung des 43-Jährigen wurden das restliche Kokain sowie zusätzlich etwa 27 Kilogramm Cannabisharz sichergestellt.
Dank der engen Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Steiermark, der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität in Steiermark sowie Beamten der Fremden- und Grenzpolizei Spielfeld konnte zudem ein 31-jähriger mutmaßlicher Schmuggler aus Kroatien an der Ausreise aus Österreich gehindert und vorläufig festgenommen werden. In seinem Fahrzeug fand man ein speziell konstruiertes Versteck mit 10 Kilogramm Kokain.
Ein weiteres Mitglied der Organisation, ein 38-jähriger österreichischer Staatsbürger, stand bereits zuvor im Fokus der Ermittler. Im Rahmen der Ermittlungen ergaben sich Hinweise, dass er gegen seine Ex-Ehefrau eine gefährliche Drohung ausgesprochen haben könnte. Aufgrund dieser Gefährdungssituation wurde eine Festnahmeanordnung über die Staatsanwaltschaft Wien erwirkt, woraus seine vorläufige Festnahme resultierte. Bei der Festnahme wurden in seinem Fahrzeug 6,7 Gramm Kokain, 14,0 Gramm Marihuana, Bargeld in dreistelligen Eurobeträgen sowie eine geladene Faustfeuerwaffe sichergestellt.
Im März 2026 führte die Fortsetzung der Ermittlungen zu einer weiteren Festnahme eines Cannabis-Lieferanten, der mit dem bereits festgenommenen 43-Jährigen in Verbindung stand. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Beamten eine größere Menge Cannabisharz und Cannabiskraut sowie Verpackungsmaterial von insgesamt etwa 37 Kilogramm Cannabisharz, das vermutlich bereits im Umlauf war.
Insgesamt konnten die Ermittler folgende Drogen und Beweismittel sicherstellen:
– 30.156,3 Gramm Kokain
– 27.457,6 Gramm Cannabisharz
– 435,6 Gramm Marihuana
– 16.850 Euro Bargeld
– Ein Fahrzeug mit Schmuggelversteck
Diese Sicherstellungen stellen die größte Menge an Kokain dar, die in den letzten zehn Jahren vom Landeskriminalamt Wien beschlagnahmt wurde. Die intensiven Ermittlungen führten zu einem wesentlichen Erfolg im Kampf gegen die Suchtmittelkriminalität.
