Am 4. März 2026 erhielt die Polizei Wien eine Meldung von der Betreiberin eines Bordells im Bezirk Donaustadt. Eine 18-jährige Mitarbeiterin hatte sich hilfesuchend an sie gewandt und angegeben, dass sie zur Prostitution gezwungen werde.
Das Landeskriminalamt Wien nahm daraufhin die Ermittlungen auf. Es stellte sich heraus, dass die Frau vor etwa einem Jahr von einer 33-jährigen und einem 49-jährigen rumänischen Staatsangehörigen nach Wien gelockt worden war. Ihr war versichert worden, sie könne als Babysitterin Geld verdienen. Nach rund drei Monaten begannen die beiden Verdächtigen, die junge Frau mit Gewalt zu bedrohen und sie zur Prostitution zu zwingen. Der 49-Jährige steht zudem im Verdacht, sie vergewaltigt zu haben. Bis zu ihrem 18. Geburtstag soll die Frau in Privatwohnungen der Prostitution nachgegangen sein, bevor sie in das Bordell im Bezirk Donaustadt gebracht wurde. Der gesamte Verdienst soll von den beiden Tatverdächtigen einbehalten worden sein.
Am Abend des 4. März 2026 wurde der 49-jährige Tatverdächtige in seiner Wohnung im Bezirk Simmering festgenommen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde er in eine Justizanstalt gebracht, während seine 33-jährige mutmaßliche Komplizin auf freiem Fuß angezeigt wurde.
