Am 19. Oktober 2026 erhielt die Polizei einen Notruf, in dem berichtet wurde, dass eine Wanderin am Hinteren Gosausee Hilferufe aus dem Wald hörte. Zwei Alpinpolizisten sowie Mitglieder des alarmierten Bergrettungsdienstes Gosau begaben sich zur Einsatzstelle und konnten von der Forststraße aus Ruf- und teilweise Sichtkontakt zur betroffenen Person herstellen. Es stellte sich heraus, dass sich die Frau in weglosen Gelände auf einem Bergrücken mit Felsstufen festgesetzt hatte. Sie wurde angewiesen, sich nicht mehr zu bewegen, um einen möglichen Absturz zu vermeiden. Der Bergrettungsdienst stieg über einen Jagdsteig auf, während die Alpinpolizisten das felsige Terrain durchquerten, um die 26-jährige Frau aus China zu erreichen. Diese wurde gesichert und über den Jagdsteig ins Tal gebracht. Die Frau berichtete, dass sie einem Wanderweg im Bereich der „Hohen Holzmeisteralm“ gefolgt war und den Hinteren Gosausee umrunden wollte, da ihr dort andere Wanderer begegneten. Nach einiger Zeit verlor sie jedoch den markierten Wanderweg, setzte ihren Weg jedoch auf spärlichen Weg- und Tierspuren fort und gelangte so in zunehmend unwegsames Gelände. Zudem war die Frau unzureichend ausgerüstet, da sie mit glatten Übergangsstiefeln, Straßenkleidung und einer Handtasche ausgestattet war.
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