Obwohl Blackouts in Österreich eine Seltenheit sind und das hiesige Stromnetz international als eines der stabilsten gilt, zeigt ein Blick nach Deutschland, dass solch ein Szenario nicht völlig ausgeschlossen werden kann. Um gewappnet zu sein, hat die Stadt Graz Maßnahmen ergriffen, um auf potenzielle Stromausfälle und Infrastrukturschäden vorbereitet zu sein.
Seit 2023 verfügt Graz über ein detailliertes Konzept zur Bewältigung eines großflächigen Blackouts. Dieses wurde in enger Kooperation mit der Holding Graz sowie der Diözese Graz-Seckau entwickelt und ist mit dem Land Steiermark sowie relevanten Einsatzorganisationen abgestimmt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei nicht nur auf der effizienten Koordination kritischer Infrastrukturen, sondern auch auf der Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger. Bürgermeisterin betont die Wichtigkeit der Selbsthilfe: „Eine fundierte persönliche Vorbereitung lässt jeden Einzelnen zu einem aktiven Teil der Lösung werden. Je besser die Menschen informiert und gerüstet sind, desto effizienter können die Behörden und Rettungskräfte reagieren.“
Wichtige Aspekte der Selbstvorsorge
Die richtige Vorbereitung auf einen möglichen Blackout erhöht nicht nur die individuelle Sicherheit, sondern verbessert auch die Resilienz der Stadt bei kleineren Ausfällen, wie etwa regionalen Stromunterbrechungen. Im Austausch mit internationalen Experten und auf Basis vergangener Erfahrungen, setzt Graz auf kontinuierliche Verbesserungen und Anpassungen seiner Strategien. Sicherheitsmanager Gilbert Sandner hebt hervor: „Durch den Austausch mit anderen Städten und das Lernen aus deren Erfahrungen haben wir bereits bedeutende Fortschritte erzielt. Unsere Vorbereitungen werden ständig weiter optimiert.“
Handlungsanweisungen für Bürger
Um im Fall eines Blackouts gut gewappnet zu sein, sollten die Grazerinnen und Grazer einige grundlegende Maßnahmen ergreifen. Dazu gehört, dass jeder Haushalt über genügend Vorräte an Lebensmitteln, Wasser und Notfallmaterialien verfügt. Auch eine bewusst gestaltete Notfallkommunikation innerhalb von Nachbarschaften kann unerlässlich sein. Der Austausch über solche Themen in der Gemeinde fördert das Gemeinschaftsgefühl und stärkt die allgemeine Bereitschaft.
