Am 01. Juli 2026 um 09:30 Uhr lenkte ein 44-jähriger Mann aus dem Bezirk Wolfsberg einen LKW mit Kranaufbau, der mit einem Bagger auf einem Tiefladeanhänger beladen war. Der Vorfall ereignete sich im Bezirk Wolfsberg, auf der L144, als das Fahrzeug von Mettersdorf in Richtung Messensach unterwegs war.
Während der Fahrt blieb der nicht eingefahrene Kran des LKWs an einer Oberleitung der angrenzenden Eisenbahnanlage hängen, was dazu führte, dass die Leitung über eine Strecke von etwa 800 Metern gerissen wurde. Es wird vermutet, dass in der Folge ein Kurzschluss die gesamte Elektronik sowie den Motor des LKWs außer Betrieb setzte. Der 44-Jährige konnte das Fahrzeug etwa 50 Meter nach dem Bahnübergang anhalten und es unverletzt verlassen.
Durch die Unterbrechung der Oberleitung mussten zwei Personenzüge angehalten werden. Insgesamt wurden von der Feuerwehr 13 Personen aus diesen Zügen evakuiert, wobei glücklicherweise keine Verletzten zu verzeichnen waren. Die L144 wurde im Bereich der Bahnübersetzung für den gesamten Verkehr gesperrt, und die Sperre bleibt bis zum Abschluss der Instandsetzungsarbeiten bestehen. Die Straßenmeisterei Lavamünd richtete eine örtliche Umleitung ein.
Der Bahnverkehr zwischen Wolfsberg und St. Paul im Lavanttal bleibt voraussichtlich bis zum 02. Juli 2026 unterbrochen; die ÖBB hat einen Schienenersatzverkehr eingerichtet. Es wird angenommen, dass der LKW Totalschaden erlitten hat. Der genaue Schaden an der Oberleitung der ÖBB ist derzeit noch nicht bekannt.
Im Einsatz waren neben den Beamten der Polizeistationen St. Andrä und Wolfsberg auch die Feuerwehren Jakling, St. Andrä, Kollnitz und Maria Rojach sowie die Straßenmeisterei Lavamünd.
