Steiermark |
Seit 2009 findet jährlich am 11. Februar der „Tag des Europäischen Notrufs“ statt, der auf die einheitliche Notrufnummer 112 in Europa hinweist. In Österreich werden diese sogenannten „Euronotrufe“ bei der Polizei entgegengenommen. Anlässlich dieses Tages zieht die Polizei der Steiermark Bilanz und gibt Hinweise für den Ernstfall.
Neben dem Euronotruf (112) werden auch herkömmliche Polizei-Notrufe (133) bei den Landesleitzentralen (LLZ) der Polizei angenommen. Im Jahr 2025 verzeichnete die Polizei in der Steiermark insgesamt 481.649 Anrufe, was nahezu einer halben Million Notrufen entspricht. Daraus ergaben sich 213.497 Einsätze für die steirischen Polizeikräfte, was etwa dem Vorjahresniveau entspricht. Innerhalb eines Tages ergeben sich somit durchschnittlich 565 Einsätze, wobei knapp 40 Prozent dieser Einsätze im Stadtgebiet von Graz und dem Bezirk Graz-Umgebung stattfanden.
LLZ: Das Zentrum der Notrufbearbeitung
Die Bearbeitung des hohen Einsatzaufkommens erfolgt rund um die Uhr in der Landesleitzentrale (LLZ) in Graz, die sich am Standort der Landespolizeidirektion (LPD) Graz-Wetzelsdorf befindet. Moderne Technik und etwa 90 speziell ausgebildete Mitarbeiter gewährleisten, dass Notrufe schnell entgegengenommen, richtig eingeschätzt und geeignete Einsatzmittel effizient koordiniert werden. Ein seit 2018 schrittweise eingeführtes und mittlerweile ISO-zertifiziertes System namens „ELKOS“ (Einsatzleit- und Kommunikationssystem) ermöglicht es, dass 96,5 Prozent der Anrufe innerhalb von 30 Sekunden bearbeitet werden können.
Richtig handeln im Ernstfall
Besonders in Stresssituationen kann ein Notruf herausfordernd sein. Entscheidend für eine schnelle Hilfe ist vor allem die Angabe des Standortes zu Beginn des Gesprächs. Beim Absetzen eines Notrufs sollten – wenn möglich – folgende Fragen in dieser Reihenfolge beantwortet werden: WO sind Sie? WAS ist passiert? WER ruft an? WIE VIELE Personen sind betroffen? Es ist wichtig, nicht aufzulegen, sondern auf Rückfragen der Leitstelle zu warten. Dies gilt auch für versehentliche Notrufe, die beispielsweise durch Smartwatches oder andere digitale Geräte ausgelöst werden.
Weitere Informationen auf dem Instagram-Account der Polizei
Die steirische Polizei informiert auf ihrem Instagram-Account @polizei.stmk anlässlich dieses Tages über das Thema Notruf. Dazu wurden bereits Fragen aus der Community gesammelt, die im Laufe des Tages in Form von Videos beantwortet werden.
