Sicherheitsgipfel zur Vorbereitung auf Blackouts in der Steiermark

In Reaktion auf einen Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz Anfang Januar 2026, der einen tagelangen Stromausfall für 45.000 Haushalte und 2.200 Betriebe zur Folge hatte, fand am 5. Februar 2026 ein Sicherheitsgipfel in Graz statt. Ziel der Veranstaltung war es, die Vorbereitungen der Steiermark auf potenzielle Blackouts und die Sicherheitslage im Bereich des Extremismus zu evaluieren.

Landeshauptmann Mario Kunasek und weitere Landesvertreter, darunter die Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom und der Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl, nahmen an dem Gipfel teil. Auch Vertreter der Landespolizei, des Landesamts für Staatsschutz und Extremismus sowie der Katastrophenschutzbehörde waren anwesend.

Laut den Ausführungen der Teilnehmer ist die Steiermark gut auf einen möglichen Blackout vorbereitet. Pro Jahr verzeichnet das Bundesland nur 20 bis 30 Minuten Stromausfall. Trotzdem sind die Risiken eines extremistischen Anschlags nicht auszuschließen, weshalb die private Vorsorge als wesentliche Maßnahme hervorgehoben wurde.

In den Beratungen informierten Experten über die Sicherheitsvorkehrungen in den Energienetzen. Roland Bergmayer, technischer Betriebsleiter der Energienetze Steiermark GmbH, sowie weitere Fachleute berichteten über aktuelle Sicherheitsstandards und Notfallpläne. Auch die Landesfeuerwehr und das Rote Kreuz waren vertreten und diskutierten ihre jeweiligen Einsatzstrategien.

Ein zentraler Punkt der Konferenz war die Stärkung des Bewusstseins in der Bevölkerung für private Vorsorgemaßnahmen. Laut den Experten des Zivilschutzverbands sind Schulungen und Sensibilisierungen hinsichtlich der eigenen Vorbereitung auf Stromausfälle notwendig. Dies umfasst unter anderem die Sicherstellung von Bargeldvorräten, da bargeldloses Bezahlen bei einem Ausfall nicht möglich ist.

Harald Eitner, Leiter der Fachabteilung für Katastrophenschutz, gab an, dass die Steiermark Vorreiter in der Blackout-Vorsorge unter den Bundesländern sei. Seit 2019 seien verschiedene Initiativen ins Leben gerufen worden, und seit 2024 sei ein umfassender Blackout-Plan in Kraft. Dieser regelt die Aufgaben der Landesverwaltung im Falle eines Blackouts und berücksichtigt alle relevanten Bereiche in der Steiermark.

Der „Gesamtsteirische Blackout-Plan“, welcher in 48 Kapiteln die Maßnahmen und Resilienz in verschiedenen Lebensbereichen beschreibt, wurde in den vergangenen Jahren erarbeitet. Er bietet eine detaillierte Analyse der Vorbereitungen und wird regelmäßig evaluiert.

Die Themen der Diskussion werden laut Kunasek auch in künftige Beratungen auf Landesebene einfließen. Besondere Aufmerksamkeit soll dabei den langfristigen Maßnahmen zur Notstromversorgung, beispielsweise an Tankstellen und in Transportmitteln, gewidmet werden.

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