Die Landwirtschaftskammer-Wahl am 25. Januar 2026 war ein wichtiges Ereignis für die steirische Agrarpolitik, das die Verteilung von 39 Sitzen in der Landeskammer und 180 Mandaten in den Bezirkskammern entscheidend beeinflusste. Mit einem wahlberechtigten Kreis von 120.007 Personen und einer Wahlbeteiligung von 30,23 Prozent spiegeln die Ergebnisse die aktuelle Stimmung der bäuerlichen Bevölkerung wider.
Der Steirische Bauernbund behielt seine Dominanz und sicherte sich 28 Mandate, was einem Stimmenanteil von 67,27 Prozent entspricht. Andreas Steinegger, der amtierende Präsident, äußerte sich erfreut: „Ich danke den steirischen Bäuerinnen und Bauern für das große Vertrauen. In herausfordernden Zeiten haben die steirischen Bäuerinnen und Bauern Stabilität, Kontinuität und Verlässlichkeit gewählt.“ Dieses Ergebnis sichert dem Bauernbund weiterhin eine Führungsposition in der Landwirtschaftskammer.
Im Gegensatz dazu erlebte der Unabhängige Bauernverband (UBV) einen Rückgang und kam auf 3 Mandate, was einem Stimmenanteil von 9,52 Prozent entspricht. Spitzenkandidat Rudi Gutjahr reagierte optimistisch auf die Ergebnisse und betonte die Möglichkeit, auf bestehenden Erfolgen aufzubauen: „Wir freuen uns, dass wir in einigen Regionen sehr erfreuliche Ergebnisse einfahren konnten.“
Für die SPÖ-Bauern, die 4,41 Prozent der Stimmen erhielten, war der Einzug in die Kammer mit nur einem Mandat ebenfalls ein Rückschritt. Andreas Mekis, deren Spitzenkandidat, zeigte sich zufrieden mit der Rückkehr, betonte aber die Notwendigkeit, grundsätzliche Anliegen wie Bürokratieabbau und soziale Erleichterungen voranzutreiben.
Die FPÖ-Bauern überrascht mit einem deutlichen Anstieg um vier Mandate und einem Stimmenanteil von 14,11 Prozent. NAbg. Albert Royer freute sich über den Zuwachs und erklärte: „Wir sind hoch erfreut über dieses Ergebnis; wir freiheitlichen Bäuerinnen und Bauern haben alle unsere Wahlziele erreicht.“
Die Grünen Bäuerinnen und Bauern zogen ebenfalls in die Kammer ein, erreichten aber nur 1 Mandat bei einem Stimmenanteil von 4,69 Prozent. Spitzenkandidat Andreas Lackner betonte die Bedeutung dieser Rückkehr für zukünftige politische Arbeit.
