Graz | Die Polizei bewertet den Einsatz nach dem Europa-League-Spiel zwischen SK Sturm Graz und Olympique Marseille als weitgehend ruhig. Rund 950 Gästefans aus Frankreich waren in der Stadt, bei denen keine Ausschreitungen oder Konfrontationen zwischen rivalisierenden Fangruppen festgestellt wurden. Es gab keine Festnahmen.
Mehrere hundert Beamte aus unterschiedlichen Polizeieinheiten waren im Einsatz. Die UEFA hatte die Begegnung im Vorfeld als „High-Risk-Match“ eingestuft. Angesichts der bekannten Risikobereitschaft Teilen der französischen Fanszene war auch ein Wasserwerfer Teil des Sicherheitsteams. Rund um das Stadion wurde ein Sicherheitsbereich eingerichtet. Bereits am Vorabend bewegten sich die Fans ohne Zwischenfälle durch die Stadt.
Fanmarsch und Pyrotechnik
Nach Zusammenkünften in der Innenstadt starteten mehrere hundert Fans von Marseille um 16:15 Uhr von der Oper zum Stadion. Der Marsch führte über den Jakominiplatz und die Conrad-von-Hötzendorf-Straße nach Liebenau, wo die Gruppe um 17 Uhr eintraf. Dabei wurde teilweise erhebliche Pyrotechnik sowie laute Knallkörper gezündet. Insgesamt verlief der Marsch jedoch ohne Zwischenfälle. Auch zu Beginn und während des Spiels kam es in beiden Fanlagern zum Einsatz von Pyrotechnik.
Geordneter Abstrom
Die Einsatzleitung der Polizei spricht von einem ruhigen Verlauf des Einsatzes. Nur vereinzelt mussten Anzeigen wegen Ordnungsstörungen, Anstandsverletzungen oder verkehrsrechtlichen Übertretungen erstattet werden. Größere Ausschreitungen blieben aus und auch Festnahmen fanden nicht statt. Nach dem Spiel verlief der Abstrom der Zuschauer geordnet. Außerdem gab es bislang keine bekannten Zwischenfälle mit französischen Fangruppen, die später noch in der Innenstadt unterwegs waren.
