Am 22. Oktober 2026 fanden in Wien mehrere Kundgebungen statt, darunter eine größere, die im Resselpark begann. Die Teilnehmenden versammelten sich dort, bevor sie in entgegengesetzter Fahrtrichtung über den Ring bis zum Universitätsring marschierten, wo die Abschlusskundgebung stattfand. An dieser Demonstration nahmen zehntausende Personen teil.
Die Veranstaltung wurde während ihres gesamten Verlaufs sowohl von uniformierten als auch von zivilen Polizeibeamtinnen und -beamten begleitet. Dabei kamen unterstützende technische Mittel, wie Drohnen, zum Einsatz. Insgesamt verlief die Kundgebung weitgehend friedlich, ohne nennenswerte Vorfälle, weshalb polizeiliches Eingreifen größtenteils nicht erforderlich war. Die im Rahmen der Einsatzplanung festgelegten präventiven Maßnahmen wurden erfolgreich umgesetzt, was zu einem störungsfreien Ablauf der Kundgebung führte.
Gegen 18:00 Uhr wurden etwa 20 vermummte Personen festgestellt, darunter sechs, die aufgrund des Verdachts des Verstoßes gegen das Vermummungsverbot in einer Versammlung (§ 9 Abs. 1 Z 1 Versammlungsgesetz) im Bereich des Universitätsrings angehalten wurden. Während der Anhaltung kam es zu einer Verletzung eines Polizisten durch einen bislang unbekannten Täter, der an der Hand verletzt wurde. Der Polizeibeamte konnte seinen Dienst daraufhin nicht fortsetzen, was zu einer Strafrechtsanzeige führte. Die Ermittlungen zur Identifizierung des Täters sind im Gange.
Die Landespolizeidirektion Wien hatte den Einsatz zur Überwachung der Großdemonstration sorgfältig geplant und mit Weitblick umgesetzt. Innenminister Gerhard Karner dankte den Polizeibeamtinnen und -beamten für ihren Einsatz und sprach auch den Bürgerinnen und Bürgern, die durch die Kundgebung im Straßenverkehr beeinträchtigt wurden, seinen Dank für ihre Geduld und Einsicht aus. Zudem lobte er die Disziplin der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Versammlung, die maßgeblich zum friedlichen Verlauf der Kundgebung beitrug. Das polizeiliche Ziel, die öffentliche Ordnung und Sicherheit aufrechtzuerhalten, wurde in vollem Umfang erreicht.
